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Messdienerinnen und Messdiener erleben Live-Escape-Game im Kirchenraum

Jugendliche lösen Rätsel um verstummte Glocken

Große Aufregung herrschte in der katholischen Pfarrkirche St. Hildegard in Emmelshausen. Vorübergehend waren die Glocken verstummt, da der Küsterin ein schweres Buch auf den Kopf gefallen war und sie vergessen hatte, wo sich der Schlüssel zum Läuten befindet.

Diese Geschichte bildete die Grundlage des Live-Escape-Rooms für Messdienerinnen und Messdiener, der von engagierten Personen der Messdiener:innen-Leiterrunde des Dekanats St. Goar entwickelt und erprobt wurde. Ein Escape-Room ist ein erlebnisorientiertes Spiel, bei dem Rätsel gelöst, Hinweise gefunden und kombiniert werden müssen, um das Ziel des Spiels zu erreichen.

Dreizehn Jugendliche aus den Pfarreiengemeinschaften Vorderhunsrück und Boppard stellten sich dieser Aufgabe, lösten Rätsel, kombinierten Hinweise, erklommen den Glockenturm, spielten die Orgel und schafften es schließlich, in Teamarbeit die Glocken zum Klingen zu bringen.

 

„Mir hat es richtig viel Spaß gemacht, ich war noch nie im Glockenturm“, fasst eine junge Messdienerin aus Dörth ihre Erlebnisse zusammen. „Am besten hat mir gefallen, dass man selbst auf die Lösung kommen musste und nicht alles googlen konnte“, ergänzt sie ein anderer. „Auch ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir gemeinsam erarbeitet haben“, lobt Carsten Kling, Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Vorderhunsrück, die Zusammenarbeit im Vorbereitungsteam. „Jede und jeder, der an der Entwicklung des Spiels beteiligt war, hat dazu beigetragen, dass dieses Erlebnis etwas Besonderes wird. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Zur Entstehung und Zielsetzung des Spiels berichtet Tobias Petry, Pastoralreferent im Dekanat St. Goar, dass es ursprünglich als digitales Begegnungsangebot für Messdienerinnen und Messdiener in der Pandemie entwickelt und später als Live-Escape-Game ausgebaut wurde. „Es verbindet spielerisch Kirchenraum, Messdiener- und Messdienerinnenarbeit und -gemeinschaft miteinander“, so Petry.

Das Escape-Game kann auf Anfrage im Dekanatsbüro ausgeliehen werden und ist in jedem Kirchenraum spielbar.

Drei Boote kenterten bei der Paddelfahrt des Dekanats St. Goar und der JBS

„Hat das nochmal richtig Laune gemacht.“

Bei warmem Wetter und warmem Wasser war auch das Kentern kein Problem. Wer sich zu zweit mit zwei Paddeln am Ufer zu heftig wegstößt kann schnell das Gleichgewicht verlieren. So hatte die Gruppe, bestehend aus sechs Kanadiern und 14 Menschen, in Nievern an der Lahn kaum abgelegt, da schwammen schon die ersten beiden Teilnehmerinnen im Wasser. Dank der Hilfe des Kanuverleihers in Fachbach, konnte das Boot aus dem Wasser gezogen und entleert werden. Kleidung auswringen und dann ging es weiter zur ersten Schleuse. Danach erwischte es das zweite Boot. Zuviel Grün am Ufer dem man(n) ausweichen wollte und so den Schwerpunkt auf eine Seite verlagerte, führte zum Umkippen des zweiten Boots. Aber auch hier kein Problem und kein Abbruch der Stimmung. Bis zum Ziel im Lahnsteiner Hafen verlief die Fahrt problemlos bis auf ein paar Wasserschlachten, die für mehr Tiefgang der Boote sorgten. Kurz vor dem Anlegen gaben drei Jungs nochmal alles und siehe da auch sie standen auf einmal im Wasser und konnten ihr Boots an Land ziehen. Danach noch ein bisschen Schwimmen in der Lahn, sich abtrocknen, einen Ort zum Umziehen finden, in die trockenen Wechselklamotten hüpfen und die Boote verladen sowie abschließend in die beiden VW-Busse einsteigen und zurück nach Boppard fahren. Der VW-Bus der JugendBegegnungsStätte (JBS) St. Michael erreichte pünktlich den Innenhof der JBS. Jedoch blieb der VW-Bus der Pfarrei St. Severus auf der Rückfahrt schon in Lahnstein wegen eines Motorschadens liegen und verabschiedete sich nach über 20 Jahren final von der Teilnahme am Straßenverkehr. Auf dem Innenhof wurde zum Abschluss noch Basket- und Fußball gespielt. Die zufriedenen Teilnehmer*innen gingen entweder alleine nach Hause oder wurden abgeholt. Tobias Petry, der die Jugendpastoral des Dekanats St. Goar leitet und Hermann Schmitt, der in der JBS St. Michael arbeitet, blickten zufrieden auf den erfolgreichen Tag zurück. [JBS]

Hühner, Raffinesse, Gefängnis: Junge Erwachsene qualifizieren sich zum Gruppenleiten

Hühner, Raffinesse, Gefängnis - Mit diesen Schlagworten lässt sich der Gruppenleiter:innen-Grundkurs zusammenfassen, den die Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach und das Dekanat St. Goar veranstalteten.

Unter Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen konnte der Kurs erstmals wieder in Präsenz stattfinden. Die dreizehn jungen Erwachsenen erarbeiten sich am Wochenende in der Jugendherberge Bad Kreuznach Grundlagen für’s Gruppenleiten, beispielsweise verschiedene Gruppenphasen und Leitungsstile, Kennzeichen der Lebenswelten und Altersstufen von Kindern und Jugendlichen sowie Merkmale und Anforderungen eines/einer Gruppenleitenden.

Daneben lernten die Teilnehmenden diverse Spiele und Methoden kennen, die sie in Gruppen einsetzen können. “Besonders angetan hat den Jugendlichen das Warm Up mit dem Huhn Karlchen”, weiß Sophie Weyand von der Fachstelle zu berichten.

Eine besondere Herausforderung stellten die Aktionsgruppen dar. In kleinen Leitungsteams entwickelten die Jugendlichen Gruppenstunden, die sie exemplarisch mit der Gesamtgruppe erprobten. So konnten sie erste Leitungserfahrungen sammeln und direkt Feedback von der Gruppe und den Veranstaltern erhalten. “Besonders begeistert hat mich, mit wie viel Raffinesse die jungen Erwachsenen die Ihnen gestellten Aufgaben gemeistert haben”, stellt Susanne Mülhausen, pädagogische Referentin an der Fachstelle, heraus.

Ein besonders Tool in der Arbeit mit Gruppen erlebten die angehenden Gruppenleiter:innen am eigenen Leib, indem sie einen Live-Escape-Room gemeinsam lösten. Als Team schafften sie es, Johannes den Täufer aus dem Gefängnis zu befreien und ihn so vor der Enthauptung zu bewahren.

“Ich war gespannt, was mich am Wochenende erwartet, und hatte eigentlich wenig Lust. Doch heute wünschte ich mir, es könnte noch ein paar Tage weitergehen”, fasst eine Jugendliche ihre Eindrücke zusammen. “Besonders für die Aktionsgruppen bin ich sehr froh, da ich so erste Erfahrungen im Umgang mit Gruppen sammeln konnte”, ergänzt ein anderer.

Gerade in der Nachpandemiezeit sei es wichtig, dass Kinder und Jugendliche Möglichkeiten erhalten, ihre sozialen Beziehungen zu knüpfen und zu vertiefen, so Tobias Petry, Pastoralreferent im Dekanat St. Goar. “Ich bin dankbar für so viele engagierte und motivierte junge Menschen, die Kinder und Jugendliche fördern wollen, indem sie sich als Gruppenleiter:innen ausbilden lassen und Verantwortung für andere übernehmen”, resümiert Petry.

Erstes Vater-Sohn-Wochenende von Dekanat und JBS

Männersache schafft Raum für Erfahrungen

Ein besonderes Wochenende verbrachten die Teilnehmer der “Männersache”: Sieben Väter mit zehn Söhnen nahmen am ersten Vater-Sohn-Wochenende teil, das vom Dekanat St. Goar und der JugendBegegnungsStätte St. Michael Boppard (JBS) in Kooperation mit der kath. Familienbildungsstätte Simmern e.V. und dem Arbeitskreis Jungenarbeit im Rhein-Hunsrück-Kreis durchgeführt wurde.

Unter Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen erkundeten sieben Väter mit ihren Söhnen das Lahntal in ihren Kanus. Zwei Touren á 15 und 10 km standen auf dem Programm. Neben atemberaubender Landschaft und spektakulären Erlebnissen, wie dem Schifffahrtstunnel in Weilburg oder Stromschnellen, die passiert werden mussten, erwarteten die Teilnehmer aber auch körperliche Herausforderungen. So mussten alle Schleusen, die durchfahren wurden, eigenhändig bedient werden. Gerade die jugendlichen “Schleuser” konnten so über sich hinauswachsen und Lob und Anerkennung der Gruppe ernten. “Das war anstrengend, aber ich bin stolz auf mich!”, beschreibt ein Jugendlicher seine Erlebnisse.

Übernachtet wurde auf dem Campingplatz Odersbach bei Weilburg. Die gemeinsame Übernachtung bot Raum für neue Erfahrungen. So berichtet ein Vater: “Meine Kinder haben vorher noch nie gezeltet!” Nach den körperlichen Anstrengungen des Tages tat es vielen gut, in der Lahn abzukühlen und in Gemeinschaft mit anderen Vätern und Söhnen das Fußballspiel zu schauen oder sich auszutauschen. Selbst das nächtliche Gewitter konnte die gute Stimmung der Teilnehmenden nicht vermiesen. “Das Wochenende war für uns wie ein langersehnter Urlaub”, fasst ein Vater seine Eindrücke zusammen.

Für die Veranstalter war es das erste Vater-Sohn-Wochenende. “Aufgrund der durchweg positiven Rückmeldung wird es sicherlich ein weiteres im nächsten Jahr geben”, resümiert Hermann Schmitt, Leiter der JBS. Es komme heutzutage selten vor, dass Väter und ihre Söhne unter sich sein können, sagt Pastoralreferent Tobias Petry zur Zielsetzung der Veranstaltung. “Das Wochenende soll Raum schaffen, die eigene Vater-Sohn-Beziehung zu stärken, den Erfahrungsaustausch untereinander zu ermöglichen und Gemeinschaft zu erleben”, so Petry.

Jugendarbeiter:innen im Dekanat St. Goar ermöglichen Floßbau für Jugendliche

Erfahrungen, die nicht nur auf dem Wasser tragen

Unbekannte Klänge durchdringen das Lahntal: Dem Singen einer Säge und dem Hämmern eines Hammers folgen Gelächter und Beifall junger Menschen. Diese Eindrücke konnte man gewinnen, wenn man am 12. Juni beim Jugenderlebnistag dabei war, den das Dekanat St. Goar, die JugendBegegnungsStätte St. Michael (JBS) und die Pfarreiengemeinschaft (PG) Vorderhunsrück mit Unterstützung der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach durchgeführt haben.

18 Jugendliche, darunter zahlreiche Firmbewerberinnen und Firmbewerber der PG Vorderhunsrück, ließen sich auf die Herausforderung ein, etwas für sie vollkommen Neues auszuprobieren, nämlich ein Floß zu bauen und auf dessen Schwimmtauglichkeit zu testen. In Kleingruppen sponnen sie Ideen, wie ein tragfähiges Konstrukt aussehen könne, organisierten sich ihr Material im Baumarkt, und setzen ihre Pläne um.

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. So viel Ideenreichtum in die Entwicklung gesteckt wurde, so vielfältig waren die Floße: von der auf Luftreifen schwimmenden Europalette mit Anhängerkupplung und Entenanhänger bis hin zur Abflussrohr-Gießkannen-Konstruktion waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die einen setzten auf Mörtelkisten, die anderen auf Plastiksäcke. Doch egal, welche Idee umgesetzt wurde: Sie alle stellten ihre Praxistauglichkeit unter Beweis, denn sie trugen mindestens eine, teilweise sogar bis zu vier Personen. “Ich hatte zwischenzeitlich nicht daran geglaubt, dass unser Floß tatsächlich schwimmt. Umso begeisterter war ich, dass es die ganze Kleingruppe trägt”, berichtet ein Jugendlicher aus Kratzenburg. Allen Gruppen gemeinsam war jedenfall eins: Sie hatten viel Freude beim Konstruieren, Bauen, Erproben und Toben im Wasser.

Nicht nur für die Jugendlichen sei es eine vollkommen neue Erfahrung gewesen, sondern auch für die Veranstalter, sagt Hermann Schmitt, Leiter der JBS. Die Rückmeldung der Jugendlichen jedoch zeige, dass es sich lohnt, immer wieder Neues auszuprobieren. “Besonders gut hat mir gefallen, wie wir als Gruppe gearbeitet haben. Nur so konnten wir gemeinsam etwas erreichen”, fasst ein junger Bopparder seine Eindrücke zusammen.

Das Erleben von Gemeinschaft nach langer Zeit der pandemiebedingten Isolation, das Zutrauen in eigene Leistungen und Talente sowie das Erkennen, dass jede und jeder Einzelne eine Bereicherung für unsere Gesellschaft darstellt, seien dabei wichtige Grundbausteine der Veranstaltung, resümiert Pastoralreferent Tobias Petry. “Erfahrungen zu ermöglichen, die einen nicht nur auf dem Wasser, sondern auch im Alltag tragen: Das ist unser Anliegen als kirchliche Jugendarbeit in der heutigen Zeit“, so Petry.

Online-Aktionsspiel zu Verschwörungserzählungen erfolgreich durchgeführt

Eine konstruierte Wirklichkeit, die keinen Raum für Zweifel lässt

Illegale Abfallentsorgung gibt es bekanntlich zuhauf. Doch dass genau diese durch das Militär verursacht wird und für die Blaufärbung des Wassers sorgt, ist nur den wenigsten bekannt; ebenso wie die Vertuschung von außerirdischem Leben, das die Weltherrschaft an sich reißen will. All diese „Wahrheiten“ sind wissenschaftlich nicht belegt, sondern Ergebnis des ersten Teils der Veranstaltungsreihe „Fake Facts“.

Veranstaltet wurde das Aktionsspiel, an dem sich am 4. Juni Jugendliche und junge Erwachsene mit Verschwörungserzählungen spielerisch auseinandersetzen, von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Kooperation mit der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach, dem Dekanat Sankt Goar sowie dem Adolf-Bender-Zentrum für Demokratie und Menschenrechte in St. Wendel.

Neben den Verschwörungserzählerinnen und -erzählern, die ihre (in diesem Fall erfundenen) Wahrheiten überzeugend darlegten, gab es auch eine Gruppe der Bedenkerinnen und Bedenker, die immer wieder Licht ins Dunkel der Verschwörungen zu bringen versuchten.

„Ich glaube, ich habe jetzt den verrücktesten Suchverlauf aller Zeiten auf meinem Handy“, berichtet eine Teilnehmerin aus dieser Gruppe. Ihr Teampartner ergänzt, es sei nervenaufreibend gewesen und er hätte den Druck verspürt, alle Unwahrheiten entlarven und widerlegen zu müssen. „Für uns war es deutlich einfacher“, resümiert eine Verschwörungs-Erzählerin. „Die eigene Welt wird so zurechtgebaut, dass es keine Zweifel an der Richtigkeit unserer Aussagen gibt. Es gibt immer eine Sicherheitstür.“

Wie man diesen Verschwörungserzählungen begegnen und was jede und jeder Einzelne dagegen tun kann, soll in einem zweiten Veranstaltungsteil beleuchtet werden. Der Online-Vortrag findet am 17. Juni, ab 18 Uhr statt. Michael Groß, Referent am Adolf-Bender-Zentrum, wird über die gesammelten Erfahrungen aus dem Aktionsspiel hinaus aufzeigen, wie Verschwörungserzählungen aufgebaut sind und warum Menschen Verschwörungserzählungen glauben. Eine Teilnahme ist möglich, auch wenn man am Aktionsspiel nicht teilgenommen hat.

Pfingstferienprogramm der JBS und des Dekanats St. Goar erfolgreich abgeschlossen

Noch lange von positiven Erfahrungen zehren

„Das hat richtig Spaß gemacht!“, lobt ein Jugendlicher, der beim Pfingstferienprogramm der JugendBegegnungsStätte St. Michael (JBS) und dem Arbeitsbereich Jugendpastoral des Dekanats St. Goar vom 31. Mai bis 02. Juni teilgenommen hat.

Die Veranstalter organisierten kurzfristig drei erlebnisreiche Tage für Jugendliche, da die Kreisjugendfreizeit, die zeitgleich hätte stattfinden sollen, in den Sommer verlegt werden musste. „Was auf der einen Seite schade ist, lässt auf der anderen Seite Raum für neue Angebote“, so Hermann Schmitt, Leiter der JBS.

Bei schönstem Wetter paddelten die Teilnehmenden montags und mittwochs auf der Lahn. Dabei wurde eine Gesamtstrecke von Nassau bis Lahnstein zurückgelegt. Neben Schleusen, Schwänen und Wasserfontänen erlebten die Jugendlichen Zusammenhalt und ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten neu kennen. „Ich fand es richtig cool, als wir unsere Kanus zusammengebracht haben und als ein Team zusammen gepaddelt haben“, berichtet ein Jugendlicher von seinen Erfahrungen. „Und ich bin froh, dass ich heute dabei sein konnte. Das hat mir einfach gut getan“, ergänzt eine andere.

Dienstags stand ein weiteres sportliches Ereignis auf dem Programm: Von Boppard aus wurde zur Loreley geradelt. Besonders herausfordernd war dabei der starke Gegenwind, der den Teilnehmenden alles abverlangte. Nach der Überfahrt mit der Autofähre und dem Erklimmen des Treppenwegs mit seinen ca. 400 Stufen wurden die Jugendlichen mit einem atemberaubenden Ausblick auf das Mittelrheintal belohnt. Leider konnte die angesteuerte Sommerrodelbahn nicht genutzt werden, da diese aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen erst einen Tag später geöffnet werden konnte. „Ich bin erstaunt, wie schnell der Tag vergangen ist. Aber wir haben uns auch sehr gut unterhalten. Das ist im Moment nicht so oft möglich“, blickt ein Teilnehmender zurück.

Das Pfingstferienprogramm war aufgrund der 21. CoBeLVO möglich, wonach Angebote der Jugendarbeit unter Einhaltung des Hygienekonzepts grundsätzlich möglich sind. Den Veranstaltern sei es wichtig, auch in schwierigeren Zeiten für die Jugendlichen da zu sein und Räume zu schaffen, in denen sie sich entfalten können, so Tobias Petry, Pastoralreferent im Dekanat St. Goar, zur Zielsetzung der Tage. „Mit unserem Angebot haben wir einen solchen Raum geschaffen, in dem Jugendliche gefordert, aber auch gefördert werden und Gemeinschaft erfahren – selbst unter Corona-Bedingungen. Und von diesen Erfahrungen können sie noch lange zehren.“

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Erste digitale Arbeitsgemeinschaft der Erzieherinnen

Katholische Kita als Ort interreligiösen Lernens

Die aktuell geltenden Corona-Bestimmungen schränken die Weiterbildungslandschaft weiter ein. Dem Ausfall von Fortbildungsmaßnahmen haben die Erzieherinnen und Erzieher der katholischen Kindertagesstätte Heiliger Goar in St. Goar einen Riegel vorgeschoben. Am 17. März fand die Arbeitsgemeinschaft der Erzieherinnen und Erzieher (AG) wie geplant statt: nur eben digital. Als Vorreiterin der katholischen Kitas im Einzugsgebiet der Dekanate Simmern-Kastellaun und St. Goar entschloss sich die Kita, die Veranstaltung als Videokonferenz durchzuführen.

Unter der Leitung von Pastoralreferent Tobias Petry (Dekanat St. Goar) erarbeiteten sich die Teilnehmenden das Thema „Im Anderen das Eigene sehen: Interreligiöses Lernen in der Kita“. Neben einem Einblick in die fünf Weltreligionen stand die Auseinandersetzung mit der Frage nach „interreligiösem Lernen“ sowie einer Überprüfung der pädagogischen Praxis im Fokus der Veranstaltung. Die Teilnehmenden arbeiteten in kleinen Gruppen von 2-3 Personen mit Mund-Nase-Schutz, Einhaltung von Abstand und regelmäßigem Lüften vor jeweils einem Endgerät. Neben den digitalen Möglichkeiten wurde durch ein vorab zugestelltes Konferenzpaket auch analog gearbeitet.

Vorbereitet wurde die AG, die Kooperation mit der KEB Rhein-Hunsrück-Nahe stattfand, von einem Organisationsteam, das sich aus den pastoralen Begleitern der beiden Dekanate und zwei Erzieherinnen aus dem Dekanat St. Goar zusammensetzte. „Uns ist wichtig, dass die AG Praxisrelevanz für die Einrichtungen hat. Daher ist die Mitarbeit der beiden pädagogischen Fachkräfte für die Durchführung hilfreich und bedeutsam“, berichtet Tobias Petry.

Der Mut, sich auf dieses Format einzulassen, hat sich bezahlt gemacht, wie sich in den Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigt. „Für mich war es die erste Erfahrung mit einer Videokonferenz. Und ich bin zufrieden mit dem, was wir erarbeiten konnten“, meldet eine Teilnehmerin zurück. „Ich empfand die AG als bereichernd: inhaltlich und persönlich. Denn so haben wir uns zum ersten Mal seit langem wieder als ganzes Team sehen und gemeinsam thematisch arbeiten können“, ergänzt eine andere.

„Die AG hat deutlich gemacht, dass es beim interreligiösen Lernen vor allem um eins geht: (Lern-)Räume zu eröffnen, in denen mit den Kindern Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckt, benannt und ins Gespräch gebracht werden können. So ist die katholische Kita ein wichtiger Ort interreligiöser Bildung, an dem aus der eigenen religiösen Verwurzelung heraus eine Willkommenskultur und eine Begegnung auf Augenhöhe für alle Menschen erwächst“, fasst Petry die Veranstaltung zusammen.

1. Digitales Bibelteilen

Am 18. März fand erstmals im Dekanat ein digitales Bibelteilen statt. Über Videokonferenz haben sich einige Teilnehmende getroffen, um sich über Markus 4,35-41 auszutauschen und die Bibelstelle ins Heute zu übertragen.

Kita-Kinder malen Weihnachtsgrüße für Patienten im Heilig Geist

„Eine tolle Aktion, die Farbe in den Krankenhausalltag zaubert“

Den Advent oder vielleicht sogar Weihnachten im Krankenhaus verbringen zu müssen, ist für Patienten nicht einfach. Umso schöner ist es, dass Kinder der Kita Franziska aus Buchenau und der Kita St. Ägidius aus Bad Salzig bunte Bilder mit Weihnachtsgrüßen für das Heilig Geist gemalt haben. "Das ist eine tolle Aktion, die nicht nur Farbe in den Krankenhausalltag zaubert, sondern auch ein Zeichen dafür ist, dass andere an uns denken. Das tut den Patienten gut, aber natürlich ebenso unseren Mitarbeitern, die sich auch an den Feiertagen rund um die Uhr um unsere Patienten kümmern", erklärt Jörg Geenen, Kaufmännischer Direktor im Heilig Geist in Boppard. Vermittelt wurde die Aktion über den Pastoralreferenten und Sabine Brühl-Kind, die als neue Krankenhausseelsorgerin im Heilig Geist tätig ist. Die Bilder der kleinen Künstler verschönern nun den Eingangsbereich des Krankenhauses und werden auf Wunsch auch in Patientenzimmern aufgehängt.

Den Presseartikel mit Foto finden Sie hier.