März: Heiliger Goar (9.), Vom guten Hirten (16.), St. Ägidius (31.)
April: Karbach (6.), Franziska (7.), Arche Noah (25.)
Mai: St. Klara (2. & 23.), St. Hildegard (9.)
Juli: Pusteblume (Termin in Klärung)

Berichte bisheriger AGs

  • Im Anderen das Eigene erkennen

    Über 100 Erzieherinnen und Erzieher aus neun katholischen Kindertageseinrichtungen im Rhein-Hunsrück-Kreis stellten sich in ihrer Arbeitsgemeinschaft (AG) der Frage, inwiefern die katholische Kita ein Ort interreligiösen Lernens ist.

    Unter der Leitung der pastoralen Begleiter Hildegard Forster (Dekanat Simmern-Kastellaun) und Tobias Petry (Dekanat St. Goar) erarbeiteten sich die Teilnehmenden das Thema „Im Anderen das Eigene sehen: Interreligiöses Lernen in der Kita“. Neben einem Einblick in die fünf Weltreligionen stand die Auseinandersetzung mit der Frage nach „interreligiösem Lernen“ sowie einer Überprüfung der pädagogischen Praxis im Fokus der Veranstaltung. Ein besonderes Highlight war die Zitronenübung, die dazu anregt, über Oberflächlichkeiten hinweg- und genauer hinzuschauen. „Mir hat die Zitronenübung besonders gut gefallen, da mir dadurch bewusst wurde, wie schnell man andere Religionen in eine Schublade steckt statt mit Angehörigen dieser Religionsgemeinschaft ins Gespräch zu kommen“, fasst eine Erzieherin aus der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein ihre Eindrücke zusammen.

    Vorbereitet wurde die AG, die in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Rhein-Hunsrück-Nahe stattfand, von einem Organisationsteam, das sich aus den pastoralen Begleitern der beiden Dekanate sowie zwei Erzieherinnen aus dem Dekanat St. Goar zusammensetzte. Den pastoralen Begleitern sei es wichtig, dass die AG Praxisrelevanz für die Einrichtungen habe, weshalb eine Mitarbeit der beiden pädagogischen Fachkräfte für die Durchführung hilfreich und bedeutsam wäre, berichtet Forster.

    Zur Zielsetzung ergänzt ihr Kollege Petry zusammenfassend: „Die AG hat deutlich gemacht, dass es beim interreligiösen Lernen vor allem um eins geht: (Lern-)Räume zu eröffnen, in denen mit den Kindern Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckt, benannt und ins Gespräch gebracht werden können. So ist die katholische Kita ein wichtiger Ort interreligiöser Bildung, an dem aus der eigenen religiösen Verwurzelung heraus eine Willkommenskultur und eine Begegnung auf Augenhöhe für alle Menschen erwächst.“

  • AG der Erzieherinnen und Erzieher stellt Frage nach dem katholischen Profil

    „Was macht eine ‚katholische Kita‘ eigentlich katholisch?“ Dieser Frage stellten sich die Erzieherinnen und Erzieher der siebzehn katholischen Kindertageseinrichtungen in den Dekanaten Simmern-Kastellaun und St. Goar in ihrer Arbeitsgemeinschaft.

    Unter der Leitung der Pastoralreferenten Hildegard Forster (Simmern-Kastellaun) und Tobias Petry (St. Goar) und unterstützt durch Pastoralassistent Tobias Wolff (ebenfalls St. Goar) reflektierten die Fachkräfte aller Einrichtungen ihre pädagogische Arbeit und setzten sich gezielt mit dem katholischen Profil ihrer Einrichtung auseinander. Dabei näherten sie sich dem Begriff „katholisch“, der aus dem Griechischen stammt und „allumfassend“ meint, aus persönlicher Perspektive an und stellten heraus, dass in erster Linie christliche Werte und Haltungen und ein persönliches Glaubenszeugnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Einrichtung prägt. Darüber hinaus stand das christliche Glaubensbekenntnis und dessen Umsetzung in der täglichen Arbeit im Mittelpunkt der Veranstaltung. „Hätte mich heute Morgen jemand gefragt, was das Glaubensbekenntnis mit unserer Arbeit zu tun hat, wäre mir die Antwort schwergefallen. Jetzt aber bin ich überrascht, wie verwurzelt es in meiner pädagogischen Arbeit ist“, resümiert eine Teilnehmerin die Veranstaltung.

    Die AG konnte trotz der Corona-Einschränkungen unter Einhaltung der notwendigen Hygiene- und Schutzkonzepte stattfinden. Anders als in den bisherigen AGs vernetzten sich die jeweiligen Teams jedoch nicht mit anderen Kitas, sondern nutzen die AG als interne Teamfortbildung, um mögliche Infektionsketten gering zu halten. „Auch wenn ich es schade fand, nichts von Kolleginnen anderer Einrichtungen zu erfahren, war diese Zeit im Team sehr hilfreich für meine Arbeit“, berichtet eine Erzieherin von ihren Erfahrungen. „Ich bin jedes Mal überrascht, wie viel wir schon umsetzen“, ergänzt eine Kollegin. 

    „Die Antwort auf die Frage nach dem katholischen Profil lässt sich mit Blick auf den Träger schnell beantworten. Doch schaut man genauer hin, ist ‚katholisch‘ mehr als eine Trägerzuschreibung: Christsein ist eine Grundhaltung, eine Zusage, dass Gott da ist, und ruft zu einem Handeln auf, das die ‚allumfassende‘ Liebe Gottes spürbar werden lässt“, so Petry.