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Weil es auf DICH ankommt:

Jugendpastoral

"Kinder- und Jugendpastoral ist ein wesentlicher Teil der gesamten Pastoral und umfasst grundsätzlich alle pastoralen Felder, die mit, für und durch Kinder und Jugendliche arbeiten." 

Quelle: Leitlinien für das Bistum Trier, S. 3

Jugendliche auf ihrem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten ist eine wesentliche Aufgabe der Kinder- und Jugendpastoral. 

Im Dekanat St. Goar bieten wir Kindern- und Jugendlichen unterschiedliche Handlungs- und Erfahrungsräume

  • um sich selbst und seine Begabungen zu entdecken und zu entfalten,

  • um Gemeinschaft zu erleben, miteinander ihre Zukunft in Gesellschaft und Kirche mitgestalten können,

  • um unterschiedliche Zugänge zu Glauben und Gott kennenzulernen, eigenen Sinnfragen auf die Spur und über Glaubensfragen ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der konkrete Jugendliche mit seinen Fragen, seinen Themen und seiner Lebenswirklichkeit.
Vom Einzelnen her denkend gestalten wir zusammen mit unseren Kooperationspartnern vielfältige, innovative, zeit- und jugendgemäße Projekte und Aktionen. 


Eindrücke aus 2021

  • Erfahrungen, die nicht nur auf dem Wasser tragen

    Unbekannte Klänge durchdringen das Lahntal: Dem Singen einer Säge und dem Hämmern eines Hammers folgen Gelächter und Beifall junger Menschen. Diese Eindrücke konnte man gewinnen, wenn man am 12. Juni beim Jugenderlebnistag dabei war, den das Dekanat St. Goar, die JugendBegegnungsStätte St. Michael (JBS) und die Pfarreiengemeinschaft (PG) Vorderhunsrück mit Unterstützung der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach durchgeführt haben.

    18 Jugendliche, darunter zahlreiche Firmbewerberinnen und Firmbewerber der PG Vorderhunsrück, ließen sich auf die Herausforderung ein, etwas für sie vollkommen Neues auszuprobieren, nämlich ein Floß zu bauen und auf dessen Schwimmtauglichkeit zu testen. In Kleingruppen sponnen sie Ideen, wie ein tragfähiges Konstrukt aussehen könne, organisierten sich ihr Material im Baumarkt, und setzen ihre Pläne um.

    Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. So viel Ideenreichtum in die Entwicklung gesteckt wurde, so vielfältig waren die Floße: von der auf Luftreifen schwimmenden Europalette mit Anhängerkupplung und Entenanhänger bis hin zur Abflussrohr-Gießkannen-Konstruktion waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die einen setzten auf Mörtelkisten, die anderen auf Plastiksäcke. Doch egal, welche Idee umgesetzt wurde: Sie alle stellten ihre Praxistauglichkeit unter Beweis, denn sie trugen mindestens eine, teilweise sogar bis zu vier Personen. “Ich hatte zwischenzeitlich nicht daran geglaubt, dass unser Floß tatsächlich schwimmt. Umso begeisterter war ich, dass es die ganze Kleingruppe trägt”, berichtet ein Jugendlicher aus Kratzenburg. Allen Gruppen gemeinsam war jedenfall eins: Sie hatten viel Freude beim Konstruieren, Bauen, Erproben und Toben im Wasser.

    Nicht nur für die Jugendlichen sei es eine vollkommen neue Erfahrung gewesen, sondern auch für die Veranstalter, sagt Hermann Schmitt, Leiter der JBS. Die Rückmeldung der Jugendlichen jedoch zeige, dass es sich lohnt, immer wieder Neues auszuprobieren. “Besonders gut hat mir gefallen, wie wir als Gruppe gearbeitet haben. Nur so konnten wir gemeinsam etwas erreichen”, fasst ein junger Bopparder seine Eindrücke zusammen.

    Das Erleben von Gemeinschaft nach langer Zeit der pandemiebedingten Isolation, das Zutrauen in eigene Leistungen und Talente sowie das Erkennen, dass jede und jeder Einzelne eine Bereicherung für unsere Gesellschaft darstellt, seien dabei wichtige Grundbausteine der Veranstaltung, resümiert Pastoralreferent Tobias Petry. “Erfahrungen zu ermöglichen, die einen nicht nur auf dem Wasser, sondern auch im Alltag tragen: Das ist unser Anliegen als kirchliche Jugendarbeit in der heutigen Zeit“, so Petry.

  • Eine konstruierte Wirklichkeit, die keinen Raum für Zweifel lässt

    Illegale Abfallentsorgung gibt es bekanntlich zuhauf. Doch dass genau diese durch das Militär verursacht wird und für die Blaufärbung des Wassers sorgt, ist nur den wenigsten bekannt; ebenso wie die Vertuschung von außerirdischem Leben, das die Weltherrschaft an sich reißen will. All diese „Wahrheiten“ sind wissenschaftlich nicht belegt, sondern Ergebnis des ersten Teils der Veranstaltungsreihe „Fake Facts“.

    Veranstaltet wurde das Aktionsspiel, an dem sich am 4. Juni Jugendliche und junge Erwachsene mit Verschwörungserzählungen spielerisch auseinandersetzen, von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Kooperation mit der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach, dem Dekanat Sankt Goar sowie dem Adolf-Bender-Zentrum für Demokratie und Menschenrechte in St. Wendel.

    Neben den Verschwörungserzählerinnen und -erzählern, die ihre (in diesem Fall erfundenen) Wahrheiten überzeugend darlegten, gab es auch eine Gruppe der Bedenkerinnen und Bedenker, die immer wieder Licht ins Dunkel der Verschwörungen zu bringen versuchten.

    „Ich glaube, ich habe jetzt den verrücktesten Suchverlauf aller Zeiten auf meinem Handy“, berichtet eine Teilnehmerin aus dieser Gruppe. Ihr Teampartner ergänzt, es sei nervenaufreibend gewesen und er hätte den Druck verspürt, alle Unwahrheiten entlarven und widerlegen zu müssen. „Für uns war es deutlich einfacher“, resümiert eine Verschwörungs-Erzählerin. „Die eigene Welt wird so zurechtgebaut, dass es keine Zweifel an der Richtigkeit unserer Aussagen gibt. Es gibt immer eine Sicherheitstür.“

    Wie man diesen Verschwörungserzählungen begegnen und was jede und jeder Einzelne dagegen tun kann, soll in einem zweiten Veranstaltungsteil beleuchtet werden. Der Online-Vortrag findet am 17. Juni, ab 18 Uhr statt. Michael Groß, Referent am Adolf-Bender-Zentrum, wird über die gesammelten Erfahrungen aus dem Aktionsspiel hinaus aufzeigen, wie Verschwörungserzählungen aufgebaut sind und warum Menschen Verschwörungserzählungen glauben. Eine Teilnahme ist möglich, auch wenn man am Aktionsspiel nicht teilgenommen hat.

  • Noch lange von positiven Erfahrungen zehren

    „Das hat richtig Spaß gemacht!“, lobt ein Jugendlicher, der beim Pfingstferienprogramm der JugendBegegnungsStätte St. Michael (JBS) und dem Arbeitsbereich Jugendpastoral des Dekanats St. Goar vom 31. Mai bis 02. Juni teilgenommen hat.

    Die Veranstalter organisierten kurzfristig drei erlebnisreiche Tage für Jugendliche, da die Kreisjugendfreizeit, die zeitgleich hätte stattfinden sollen, in den Sommer verlegt werden musste. „Was auf der einen Seite schade ist, lässt auf der anderen Seite Raum für neue Angebote“, so Hermann Schmitt, Leiter der JBS.

    Bei schönstem Wetter paddelten die Teilnehmenden montags und mittwochs auf der Lahn. Dabei wurde eine Gesamtstrecke von Nassau bis Lahnstein zurückgelegt. Neben Schleusen, Schwänen und Wasserfontänen erlebten die Jugendlichen Zusammenhalt und ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten neu kennen. „Ich fand es richtig cool, als wir unsere Kanus zusammengebracht haben und als ein Team zusammen gepaddelt haben“, berichtet ein Jugendlicher von seinen Erfahrungen. „Und ich bin froh, dass ich heute dabei sein konnte. Das hat mir einfach gut getan“, ergänzt eine andere.

    Dienstags stand ein weiteres sportliches Ereignis auf dem Programm: Von Boppard aus wurde zur Loreley geradelt. Besonders herausfordernd war dabei der starke Gegenwind, der den Teilnehmenden alles abverlangte. Nach der Überfahrt mit der Autofähre und dem Erklimmen des Treppenwegs mit seinen ca. 400 Stufen wurden die Jugendlichen mit einem atemberaubenden Ausblick auf das Mittelrheintal belohnt. Leider konnte die angesteuerte Sommerrodelbahn nicht genutzt werden, da diese aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen erst einen Tag später geöffnet werden konnte. „Ich bin erstaunt, wie schnell der Tag vergangen ist. Aber wir haben uns auch sehr gut unterhalten. Das ist im Moment nicht so oft möglich“, blickt ein Teilnehmender zurück.

    Das Pfingstferienprogramm war aufgrund der 21. CoBeLVO möglich, wonach Angebote der Jugendarbeit unter Einhaltung des Hygienekonzepts grundsätzlich möglich sind. Den Veranstaltern sei es wichtig, auch in schwierigeren Zeiten für die Jugendlichen da zu sein und Räume zu schaffen, in denen sie sich entfalten können, so Tobias Petry, Pastoralreferent im Dekanat St. Goar, zur Zielsetzung der Tage. „Mit unserem Angebot haben wir einen solchen Raum geschaffen, in dem Jugendliche gefordert, aber auch gefördert werden und Gemeinschaft erfahren – selbst unter Corona-Bedingungen. Und von diesen Erfahrungen können sie noch lange zehren.“