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Was bisher geschah...

Austauschtreffen ehrenamtlich Engagierter setzt Auftakt zu weiterer Vernetzung und Kommunikation

Glaube als Plus im Leben

„Glaube ist für mich ein Plus im Leben, das ich auf jeden Fall behalten will. Daher engagiere ich mich in der Kirche“, berichtet eine Teilnehmerin der Veranstaltung „Raum geben“ von ihrer Motivation zum Ehrenamt. Das Austauschtreffen für ehrenamtlich Engagierte wurde vom Dekanat St. Goar am 9. September in Bacharach veranstaltet und lud ein, eigene Sorgen und Hoffnungen miteinander zu teilen und darüber ins Gespräch zu kommen, wie eine lebendige Gemeinschaft in den verschiedenen Orten im Dekanat St. Goar die Frohe Botschaft ansteckend verkünden kann. Dieser Einladung sind 36 Menschen gefolgt und tauschten sich intensiv über die Themen aus, die sie beschäftigen: Unsicherheiten im Zugehen auf den Pastoralen Raum, mangelhafte Kommunikation, Herausforderungen durch Missbrauchsskandal und Corona, aber auch die eigene Motivation zum ehrenamtlichen Engagement und die Zukunft der Kirche. „Ich bin mit der Veranstaltung zufrieden“, resümiert der stellvertretende Dechant Michael Knipp, der mit Gemeindereferentin Petra Kollmar (Pfarreiengemeinschaft Vorderhunsrück) und Pastoralreferentin Michaela Mannebach (Dekanat) das Treffen vorbereitet und moderiert hat. „Es ist besonders wichtig, ehrenamtliches Engagement zu unterstützen und zu fördern“, ergänzt ihn Petra Kollmar. Daher habe dieser Abend einen Aufschlag zum Austausch und zur Vernetzung gegeben, der einer Weiterführung bedarf, so Kollmar weiter.

Um dieses Anliegen zu stärken, wird Frau Mannebach zum 1. November die Begleitung ehrenamtlich Engagierter auf der Ebene des Dekanats federführend übernehmen. Einzelne sowie Gruppen können Kontakt zu ihr aufnehmen, um gemeinsam Perspektiven zu erschließen und im ehrenamtlichen Engagement begleitet zu werden.

Dekanat St. Goar setzt durch Weiterbildung für Gruppenleitende und Interessierte auf dem IJsselmeer neue Akzente für die Kinder- und Jugendarbeit

Wie der beste Urlaub meines Lebens

„Wir und die Anderen“ - Unter diesem Leitgedanken fand in der dritten Sommerferienwoche die Weiterbildung für Gruppenleitende und Interessierte auf dem  Segelschiff Tijdgeest statt, die von den Fachstellen für Kinder- und Jugendpastoral Andernach und Bad Kreuznach sowie dem Dekanat St. Goar angeboten wurde. Die jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren erlernten dort grundlegende Segelkenntnisse, wie das Segelsetzen oder das Machen wichtiger Knoten. Darüber hinaus wurden sie selbst aktiv im Gruppenleiten. In Teams bereiteten sie jeweils einen Tag inhaltlich vor und gestalteten ihn mit allen Teilnehmenden. So erarbeiteten sie sich spielerisch, kreativ und reflektiert wesentliche Aspekte der Themen „Vorurteile“, „Zivilcourage“, „Gruppendynamik“, „Ungerechtigkeiten“ sowie „Selbst- und Fremdwahrnehmung“. Von den Leitungsverantwortlichen konnten sie sich im Anschluss ein Feedback einholen. Dieses sei sehr hilfreich für die eigene Jugendarbeit, wie ein 16-Jähriger aus Halsenbach berichtet.

Neben den inhaltlichen Aspekten stand auch Freizeit, wie das Abkühlen im IJsselmeer oder das Erkunden der Hafenstädte und Inseln, sowie das gemeinsame Kochen auf dem Programm. „Wir haben super spannende Team- und Segelerfahrungen gemacht und Freunde fürs Leben kennengelernt“, fasst ein 19-jähriger Bopparder seine Eindrücke zusammen. „Es war der beste Urlaub meines Lebens“, ergänzt ihn ein junger Mann aus Bad Neuenahr. „Die Woche war für mich erlebnis-, lehr- und facettenreich sowie sehr beeindruckend. Wir waren ein angenehmes Team und hatten coole Betreuer“, resümiert eine junge Ingelheimerin, die selbst in der Jugendarbeit aktiv ist. Es sei eine besondere Form der Weiterbildung gewesen, die spannende Projekte hervorgebracht und zum Nachdenken angeregt habe, so die 26-Jährige weiter.

Gefördert wurde die Woche durch das Programm Demokratie leben der Stadt und des Kreises Bad Kreuznach sowie der Bischof-Stein-Stiftung.

 

Herausforderndes Sommerferienprogramm für Jugendliche von Dekanat und JBS in der ersten Ferienwoche erfolgreich durchgeführt

Gemeinschaftliche und selbststärkende Erfahrungen machen

„Ich fand alles super“, lobte ein 13-Jähriger das Sommerferienprogramm, das in der ersten Ferienwoche vom Dekanat St. Goar und der JugendBegegnungsStätte St. Michael (JBS) veranstaltet wurde. Insgesamt 14 Jugendliche rund um Boppard haben sich der Herausforderung gestellt und eine aufregende Zeit miteinander verbracht.

Aufregend sei es auch für die Veranstalter gewesen, berichtet Pastoralreferent Tobias Petry vom Dekanat. „Wir hatten einige Hindernisse, die es zu überwinden galt: Ein Fahrzeug fiel durch einen Kabelbrand aus, Betreuungspersonen mussten kurzfristig abspringen und die Wetterlage zwang zu einer Programmänderung.“ Diese Hürden konnten aber überwunden und ein abwechslungsreiches und spannendes Programm für die Jugendlichen geboten werden.

So startete die Woche mit einem Besuch des Tolli Parks in Mayen, der mit seinen Wasserelementen für Abkühlung sorgte, und jeden wieder Kind sein ließ. Hoch hinaus ging es am Mittwoch, da die Gruppe den Kletterwald Sayn unsicher machte. Im Vorfeld hatten die Veranstalter ein pädagogisches Programm mitgebucht, das durch verschiedene teambildende Elemente die Gruppe zusammenschweißte und auf die Herausforderungen in luftiger Höhe vorbereitete. Viele Jugendliche wuchsen dabei über sich hinaus und motivierten sich gegenseitig. Am Tag darauf konnten sie sich beim AdventureGolf auf der Festung Ehrenbreitstein miteinander messen und das Rheintal bei der Auf- und Abfahrt mit der Seilbahn bewundern. Die Woche schloss mit einer Kanutour, die alles von den jungen Menschen forderte: Gemeinschaftsbewusstsein, Durchhaltevermögen und Teamwork. Die Fahrt endete mit einem Wettrennen, das das scheinbar langsamere Boot für sich entschied.

„Wie ich die Jugendlichen erlebt habe, hatten sie eine abwechslungsreiche Woche, bei der für jeden was dabei war“, schildert Petra Janssen, die als Bundesfreiwillige an der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral in Bad Kreuznach arbeitet und kurzfristig eingesprungen ist, ihre Eindrücke. „Ich bin dankbar, dass so viele Menschen spontan und kurzfristig bereit waren, unsere Aktion zu unterstützen, sodass wir einigen wieder absagen mussten“, sagt Petry. Da die Maßnahme durch Mittel der Landesferienbetreuung gefördert wurde, die aus dem Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ zur Verfügung stehen, sei die Sommerferienaktion zwar kostenfrei, aber keinesfalls umsonst gewesen, so die Veranstalter. „Die Woche sollte gemeinschaftliche sowie selbststärkende Erfahrungen ermöglichen und Jugendliche miteinander in Kontakt bringen, die sich wenig oder gar nicht kennen. Dieses Ziel haben wir erreicht“, resümiert Petry zufrieden.

Vater-Sohn-Wochenende des Dekanats St. Goar und der JBS schafft Raum für positive Erfahrungen

Wenn der Vater mit dem Sohne die tollsten Sachen erlebt

„Wenn der Vater mit dem Sohne einmal ausgeht und dann keiner gern nach Haus geht, dann erleben sie unterwegs die tollsten Sachen“ – So beginnt ein bekanntes Lied von Heinz Rühmann und fasst damit das Vater-Sohn-Wochenende perfekt zusammen, das vom Dekanat St. Goar und der JugendBegegnungsStätte St. Michael (JBS) in Kooperation mit der katholischen Familienbildungsstätte Simmern e.V. veranstaltet wurde.

Das Wochenende startete mit einer gemeinsamen Kanutour, die durch das idyllische Lahntal führte und zum Staunen, Austausch und Kräftemessen einlud. Kurz vor dem Ziel erwartete die Gruppe ein besonderes Highlight: der Schifffahrtstunnel in Weilburg. Dieser endetet mit einer Doppelschleuse, die manuell bedient werden musste. Dieser Herausforderung stellte sich ein Teil der Gruppe und die jungen Schleuser sorgten so dafür, dass alle die Schleusen passieren und das gemeinsame Ziel erreichen konnten: den Campingplatz in Odersbach. Dort wurde gemeinsam gezeltet, das warme Wetter zum Baden und Grillen genutzt und über die gesammelten Erfahrungen des Tages sowie des Vaterseins ausgetauscht.

Nach dem Frühstück stand sonntags der Besuch des Tiergartens Weilburg auf dem Programm. Der Wildtierpark ließ über Wölfe und Bären staunen und führte durch ein Gehege, bei dem Hirsche und Rehe hautnah erlebbar waren.

„Weißt du, was mir am Wochenende am besten gefallen hat? Alles!“, fasst ein siebenjähriger Teilnehmer seine Eindrücke zusammen. „Es war alles super, die Fahrt, das Programm, die Organisation. Danke dafür“, ergänzt ihn ein Vater.

Auch die Veranstalter zeigen sich zufrieden. Heutzutage komme es immer seltener vor, dass Väter und ihre Söhne unter sich sein können. „Uns ist es daher wichtig, Räume zu schaffen, dass Vater und Sohn gemeinsam positive Erfahrungen sammeln können, aber auch mit anderen Vätern und Söhnen ins Gespräch kommen können“, fasst Tobias Petry vom Dekanat St. Goar die Zielsetzung der Veranstaltung zusammen. Die Aktion sei der Teil der Arbeit des Arbeitskreises Jungenarbeit im Rhein-Hunsrück-Kreis, ergänzt ihn Hermann Schmitt von der JBS. Weitere Vater-Sohn-Aktionen seien in Planung, so Schmitt.

Escape-Room am Kinderwelterbetag des Dekanats in der Basilika St. Severus

Wenn die Glocken wieder läuten…

Wenn zu ungewöhnlichen Zeiten die Glocken läuten, machen sich die Bopparder so ihre Gedanken. Genau das war am vergangenen Sonntag der Fall, als gegen 16 Uhr das Läuten der Basilika im Mittelrheintal zu hören war.

Zuvor hatten es sich 17 Jugendliche zur Aufgabe gemacht, das Rätsel um die verstummten Glocken zu lösen. Der Escape-Room für Kinder und Jugendliche wurde vom Dekanat St. Goar im Rahmen des 6. Kinderwelterbetages unter der Leitung von Pastoralreferent Tobias Petry veranstaltet. Die Gruppe musste dabei verschiedene Rätsel im Kirchenraum lösen und sich so den Code freispielen, der die Glocken wieder zum Läuten bringt. Dass die Jugendlichen sichtlich Spaß hatten, konnten Besucherinnen und Besucher sehen, die in dieser Stunde die Basilika besichtigten.

„Die Jugendlichen konnten so spielerisch den Kirchenraum kennenlernen und Orte entdecken, die den meisten zuvor verborgen gewesen sind“, berichtet Petry zur Zielsetzung der Aktion. Beeindruckt von dem großen Engangement zahlreicher Menschen rund um den Kinderwelterbetag war es den Verantwortlichen wichtig, ebenfalls durch ein Angebot zu unterstützen. Der Escape-Room in der Basilika mache deutlich, dass Kirche mitten unter den Menschen ist, auch über den Kinderwelterbetag hinaus, so Petry.

1. Männersache-Paddeln mit Vätern und ihren Kindern

Männer auf der Lahn

Nach dem im letzten Jahr alle Angebote, die die Jugendpastoral des Dekanats St. Goar und die JugendBegegnungsStätte (JBS) St. Michael für Väter und ihre Söhne durchführten, ausgebucht waren, setzte sich dies aus 2022 fort.

Das erste „Männersache: Paddeln auf der Lahn“ wurde auch für die Töchter geöffnet. Zwei Väter mussten kurzfristig krankheitsbedingt absagen, so dass fünf Väter mit sechs Kindern einen schönen Tag auf der Lahn verbrachten.

Bestes Paddelwetter erwartete die Gruppe in Nievern. Abladen der Boote, Schwimmwesten an, Paddel und Proviant in die Boote und schon konnte mit dem Paddeln begonnen werden. Während Tobias Petry von der Jugendpastoral des Dekanats St. Goar und Hermann Schmitt von der JBS St. Michael den Bootsanhänger zum Lahnsteiner Hafen fuhren und dann an den Ausgangspunkt zurück kehrten, drehten die Väter mit ihren Kindern schon die ersten Runden auf der Lahn.

Die erste Schleuse bei Fachbach war für die Kinder ein besonderes Erlebnis, denn für sie war das Schleusen in einem Kanadier ein ganz neues Erlebnis; zu erleben, wie das Boot in der Schleuse immer tiefer sinkt bis das Wasser das Niveau der Lahn unterhalb der Schleuse erreicht hatte.

In der zweiten Schleuse war die Gruppe mit vier Motorbooten unterwegs. Danach stand die verdiente Pause auf dem Programm. Jetzt war es Zeit sich richtig zu stärken. Dies war auch notwendig, denn während der dritten Etappe kam ein leichter Wind auf, der die Oberarmmuskulatur der Väter erheblich beanspruchte. Denn nun galt es gegen den Wind zu paddeln und das Boot immer wieder auf Kurs zu bringen. Wie sich die regelmäßigen Leser*innen erinnern werden, musste 2021 eine Tour wegen massivem Gegenwind sogar abgebrochen werden. Dieses Mal war der Wind nicht so stark und alle kamen wohlbehalten im Lahnsteiner Hafen an.

Nach der Bootsverladung und der Rückfahrt klang der erlebnisreiche Tag am Freiluftschachfeld der JBS bei kühlen Getränken aus.

 

Junge Erwachsene qualifizieren sich

Gruppenleiter*innenschulung - endlich wieder als Präsenzwochenende

Rheinböllen, Bad Kreuznach – Die Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach gemeinsam mit dem Dekanat St. Goar veranstaltete den Gruppenleiter*innen- Aufbaukurs im Seminarhaus Engel in Rheinböllen.

Die 17 Teilnehmenden lernten sich auf unterschiedliche Weisen, alleine oder in Kleingruppen, die bereits erworbenen Grundlagen für die Kinder- und Jugendarbeit, in die Praxis umzusetzen.

„Man macht sich als Teilnehmende gar keine Gedanken wie viel Arbeit im Vorfeld schon für die Planung einer Veranstaltung oder Freizeit geleistet wird“, sagte eine Teilnehmerin.

Am Ende steht das Ziel, aber wie kommt man dahin: Teamsbilden, Ideen sammeln, prüfen, was kann umgesetzt werden und wie, was ist zu beachten, woher kann man Zuschüsse beziehen…..?

Es bildeten sich Workteams um dieses Wochenende zu organisieren: Ideen für Warm ups, Impulse oder  Spiele wurden benötigt. Ebenso die Einkaufslisten für die geplanten Mahlzeiten. Womit spreche ich die Gruppe an? Gefällt die Idee oder wie viele Eier braucht man um Rührei zu machen für eine Gruppen von 20 Personen? Jedes Team löste seine Aufgaben und präsentierte diese auf kreative Weise der Gesamtgruppe. Ob Power warm up, entspannter Impuls in der Abendrunde, leckere Mahlzeiten, viele Spiele oder auch Lagerfeuer/Grillabend mit Livemusik.

Das Spiel „Etikettenschwindel“, welches vom Leitungsteam angeleitet wurde, regte in der Reflexionsrunde eine große Diskussion an. Jede/r Teilnehmende hatte einen Zettel auf die Stirn bekommen mit einer Bezeichnung, die man selbst nicht sehen durfte, also ohne zu wissen was darauf stand. Die Aufgabe der Gruppe war einen Gewinn, eine Reise zu planen, das Reiseziel festzulegen und schließlich ein- und abzuschätzen wer mit wem in einem Zimmer unterkommen könnte. Dies hörte sich einfach an, erwies sich jedoch in der Umsetzung als nicht so einfach. Nach einiger Zeit fand die Gruppe eine Lösung und jede/r sollte nun raten, wer er denn sei. Es war spannend zu hören wie sich jeder selbst wahrgenommen hat, wo Grenzen überschritten wurden, wie der Umgang mit der Vielfalt der Menschen sein kann. „Jetzt verstehe ich es besser, wenn man schon anhand von Äußerlichkeiten oder Verhaltensweisen in eine Schublade geschoben werden kann“, sagte eine Teilnehmern.

Das Leitungsteam bedankte sich bei den Teilnehmenden für deren Offenheit und Engagement bei diesem Seminar. Alle Teilnehmenden werden mit vielen neuen Ideen, Erfahrungen und Impulsen in ihre Gruppenarbeit gehen, um das Erlernte umzusetzen. Text: fskh/pj

Ostereierfilzkurse in Boppard und Emmelshausen setzen Zeichen für Leben und Frieden

Filzostereier werden zu Hoffnungszeichen

Hasen, Küken, Punkte und Friedenszeichen zieren die Ostereier, die von den Teilnehmenden der Filzkurse in Emmelshausen und Boppard hergestellt wurden. Styroporeier wurden mit Filzwolle umwickelt und durch beständiges Bearbeiten mit der Filznadel gefilzt. Auf diese Weise entstanden unterschiedliche und individuelle Ostereier mit starken Botschaften, wie das blau-gelb-gefilzte Ei mit einer Friedenstaube.

Die Kurse, die vom Dekanat St. Goar in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Rhein-Hunsrück-Nahe veranstaltet wurden, fanden unter der Leitung von Simone Heß statt. „Neben dem kreativen Schaffen hat Filzen auch etwas Meditatives, da man durch die ständige Wiederholung des Filzvorgangs zur Ruhe kommt und abschalten kann“, berichtet Frau Heß, die selbst schon zahlreiche Eier gefilzt hat. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv: „Ich bin sehr zufrieden mit mir und dem Kurs“, resümiert eine Teilnehmerin. „Das Tolle an diesem Kurs ist, dass es so viele Farben zur Auswahl gibt und dass man mit anderen zusammen filzen kann“, ergänzt sie eine andere.

Welche Bedeutung die Ostereier haben, fasst Pastoralreferent Tobias Petry aus dem Dekanat St. Goar zusammen: „Das Ei gilt schon seit dem Urchristentum als Symbol der Auferstehung.“ Die harte, kalte Schale erinnere an ein geschlossenes Grab, doch im Inneren wachse neues Leben. Wie das Küken die tote Schale durchbricht, verlasse der auferstandene Jesus das Grab. Die Ostereier, die im Filzkurs hergestellt wurden, seien daher auf unterschiedliche Weise Hoffnungszeichen: „Zum einen geben sie ihre individuelle Botschaft weiter, wie den Wunsch nach Frieden, und zum anderen erinnern sie daran, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern das Leben letztlich siegt“, so Petry.

Aufgrund der positiven Rückmeldung sind weitere Filzkurse in Planung, wie beispielsweise das Filzen von Eulen im Herbst.

 

Junge Erwachsene qualifizieren sich zum Gruppenleiten

Tower of Power, Glockenturm und Krimidinner

Emmelshausen  – Tower of Power, Glockenturm, Krimidinner - Mit diesen Schlagworten lässt sich der Gruppenleiter:innen-Grundkurs zusammenfassen, den die Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach und das Dekanat St. Goar veranstalteten.

Die 15 Teilnehmenden erarbeiteten sich auf unterschiedliche Weise, allein oder in Kleingruppen, die Grundlagen für die Kinder- und Jugendarbeit.

So war besonders Teamarbeit beim Tower of Power zu beweisen Als Team mussten verschiedene Holzklötze mittels miteinander verbundener Seile, aufeinander gestapelt werden. Gar nicht so einfach wie man denkt, wenn jeder an seinem Seil zieht - aber dennoch machbar. Das Leitungsteam veränderte die Ausgangssituation. Ohne Worte, sollte die Gruppe nun zum Ziel kommen. „Wer hätte das gedacht, dass es viel leichterging, als mit zurufen!“, bemerkte eine Teilnehmerin.

Einen besonderen Gänsehautmoment erlebte die Gruppe bei ihrem Abend Impuls. Dazu stiegen sie die von Kerzen beleuchteten Stufen des Glockenturms hinauf. Unter den Glocken stehend, bei kaltem Wind und Kerzenschein, lauschten sie dem Text “Wenn es dunkel wird, bin ich es“ untermalt mit dem Lied „Fix you“ von Coldplay. „Wow! Das war wirklich ein toller Abschluss dieses Tages“, sagten die Teilnehmer. „Auch wenn ich Höhenangst habe, so hat es sich doch gelohnt diese zu überwinden und mit raufzugehen“, sagte ein anderer.

Mit Anstrengung, Engagement, aber auch jeder Menge Spaß ging es an den folgenden Tagen weiter.

Viele Methoden, Impulse und Anwendungsbeispiele dienten dazu, Leitungsstile und Gruppenphasen für Kinder- und Jugendliche unterschiedlichen Alters zu erlernen.

Am Abend entschwand die Gruppe in die sizilianische Welt eines Krimidinners. Dazu richteten sie den Raum in italienischem Ambiente ein, da der zu lösende „Fall“ in Sizilien spielte. In die Rollen wie beispielsweise Gastgeberin, Restaurantbesitzerin, Milliardär, Bürgermeisterin oder Pater galt es bei leckerem Essen durch gezielte Fragen und Einsatz von Bestechungsgeldern den Mörder zur Strecke bringen.

„Das waren jede Menge Eindrücke, die wir von dieser Schulung in unsere Jugendarbeit mitnehmen“, war das Feedback der Teilnehmenden.

Das Leitungsteam bedankte sich bei den Teilnehmenden für deren Offenheit und Engagement bei diesem Seminar.

Text: fskh/pj

vier Schulklassen vormittags, touristische und Bopparder Besucher*innen nachmittags

Ausstellung „mehr Leben entdecken“ kam an

Wieder liegt ein erfolgreiches Kooperationsprojekt hinter dem „Schnittpunkt Jugendarbeit“. So nennt sich der Zusammenschluss kirchlicher Hauptamtlicher, die Jugendarbeit bzw. –pastoral als einen Arbeitsschwerpunkt haben: Ursula Malz, Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Mittelrhein St. Josef, Christine Evers, Bildungsreferentin beim Bund der deutschen Sebastianus Schützenjugend, Carsten Kling, Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Vorderer Hunsrück, Tobias Petry, Pastoralreferent im Dekanat St. Goar, Susanne Mülhausen, pädagogische Referentin der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach und Hermann Schmitt, Leiter der JugendBegegnungsStätte (JBS) St. Michael. Unterstützt wurde dieses Team durch die beiden Bundesfreiwilligen der JBS, Saskia Faßbender und der Fachstelle, Petra Janssens.

Aber zurück zur Ausstellung: Diese wurde im Rahmen des Seligsprechungsprozesses von Pater Richard Henkes konzipiert und übertrug Themen seines Lebens in die heutige Zeit. Zum Beispiel die Frage wofür mein Herz schlägt. Schüler*innen der BBS Boppard antworten auf diese Frage mit den folgenden Antworten: für die Oma, für jeden, für die Familie, für Freunde und Freundinnen, für die Friedensarbeit, für mich, für meine Schwester, für die Gesundheit, für meine Interessen, für den inneren Frieden mit mir, Pflanzen und Meer. In der Station „Miteinander Zueinander“ konnten die Besucher*innen anhand von kleinen Holzstühlchen Beziehungen zu ihnen wichtigen Menschen darstellen. Stehen die Stühle einander zugewandt oder die Lehnen gegeneinander. Viele Stellmöglichkeiten als Reflexion der eigenen Beziehung war hier möglich. In einer anderen Station wurde die Frage gestellt, was mein Leben hell macht. Auf einer berührungssensiblen Fläche konnten Begriffe zum Leuchten gebracht werden. In einer weiteren Station ging es um den Roten Faden im eigenen Leben. Kann ich ihn sehen oder ist er gerade durch den Tod des Partners gerissen, wie eine Besucherin berichtete. Gerade bei Schüler*innen war die Station „heute heilig?“ sehr beliebt, denn hier konnten sie aus Knicklichtern sich einen Heiligenschein fertigen. Die Ausstellungsmacher*innen schreiben zu dieser Station: „Da Gott jede*n heilig gedacht und gemacht hat, ist jede*r heilig, schon vor aller Leistung und allem was man sich geleistet hat. Diese Haltung schenkt Gelassenheit und Empathie.“ Einige nutzten auch das Buch vor dem Marienaltar um ihre Gedanken dort niederzuschreiben.

Mit dieser Ausstellung, die eine Woche lang in der Pfarrkirche St. Severus in Boppard zu sehen war, gelang es den Mitarbeitenden ein niederschwelliges Angebot zu machen, das die Besucher*innen mit sich selbst in Kontakt brachte, sie zur Ruhe kommen konnten in dieser ruhelosen Zeit. Text: jbs/hs

Werkkurs zur Herstellung Biblischer Erzählfiguren leistet einen Beitrag zur Verkündigung von Nächstenliebe und Frieden

Kleider machen Leute

Was haben der Apostel Petrus, Sankt Martin und ein Schafshirte gemeinsam? Manchmal handelt es sich dabei um dieselbe Person, die sich lediglich darin unterscheidet, was sie angezogen hat – zumindest bei den Biblischen Erzählfiguren (BEF).

„Kleider machen Leute“ lautete der Titel des Kurses, der vom Dekanat St. Goar in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Rhein-Hunsrück-Nahe im katholischen Pfarrheim St. Hildegard in Emmelshausen Anfang März veranstaltet wurde. Unter der Leitung von Katrin Hoffmann, zertifizierte Kursleiterin für BEF, konnten die ca. 30cm großen Figuren hergestellt werden, die aufgrund ihres Sisalgestells beweglich sind und so unterschiedliche Gebärden und Körperhaltungen ausdrücken können. Zunächst sei irritierend, dass die Figuren kein Gesicht haben, berichtet eine Teilnehmerin. „Doch genau darin liegt die Besonderheit der Figuren“, beschreibt die Kursleiterin. Es handele sich nicht um Puppen, die dauerhaft denselben Gesichtsausdruck aufgesetzt haben und durch ihr Lächeln stets nur Freude verkörpern, sondern um Figuren, die wütend, nachdenklich oder freudig sein können. Durch die Kleidung, die speziell für die Figuren genäht wird, entstehen die Persönlichkeiten aus Bibel und Kirchengeschichte.

Dass die Redewendung „Kleider machen Leute“ besonders auf die Erzählfiguren zutrifft, wurde durch das Beispiel der Josefsgeschichte (Gen 37-50) verdeutlicht: das bunte Kleid, das schlichte Obergewand, der ägyptische Unterrock oder der Schmuck eines Angestellten am Hof des Pharaos versinnbildlichten die unterschiedliche Lebenssituation des alttestamentlichen Josefs.

Im Werkkurs sind 19 Figuren und sechs Babys entstanden, deren Einsatz vielfältig ist: im Kindergottesdienst, als Krippenfiguren oder bei der pädagogischen Arbeit im Kindergarten. Durch das Schleifen des Kopfes aus Styrodur, das Modellieren des Gesichts mit Modelliermasse, die individuelle Auswahl von Hautstoff und Perücke sowie das Bekleiden wird jede Figur einzigartig. „Einige wurden sprichwörtlich mit (Herz-)Blut fertiggestellt“, berichtet Hoffmann mit einem Augenzwinkern.

„Kleider machen Leute, doch die Leute, die die Kleider machen, stellen mehr als bloß Figuren her“, fasst Pastoralreferent Tobias Petry aus dem Dekanat St. Goar die Zielsetzung des Kurses zusammen. Durch ihre Arbeit mit den BEF leisten sie einen wichtigen Beitrag in der Verkündigung des christlichen Glaubens, indem sie von Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Frieden erzählen. Diese „Frohe Botschaft“ zu hören und zu leben sei in diesen Tagen besonders notwendig, betont Petry.

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Erster Filzkurs zur Herstellung von Krippenfiguren

Herausfordernd, aber kreativ

Individuell gestaltete Krippenfiguren aus Filzwolle konnten die Teilnehmenden des neuen Kursangebots herstellen, das vom Dekanat St. Goar in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Rhein-Hunsrück-Nahe veranstaltet wurde.

Die Kurse fanden unter der Leitung von Simone Heß an mehreren Abenden sowohl digital als auch präsentisch in Emmelshausen statt.

“Die bunte Filzwolle, die von der Konsistenz her an Watte erinnert, wurde mit speziellen Nadeln so bearbeitet, dass feste Figuren entstehen. Auf diese Weise stellten die Teilnehmenden die heilige Familie, Engel oder die heiligen drei Könige her”, berichtet Simone Heß.

Herausfordernd sei die Umsetzung des digitalen Kurses gewesen. Dazu wurden im Vorfeld Bestellungen aufgegeben, Pakete gepackt und verschickt, sodass die Teilnehmenden das benötigte Material hatten und vom eigenen Esstisch oder Büro vor dem PC mit der Gruppe filzen konnte. Anhand einer Präsentation wurden die einzelnen Arbeitsschritte erklärt, auf die im weiteren Kursverlauf individuell zurückgegriffen werden konnte. Dies sei zwar herausfordernder als der Präsenzkurs gewesen, aber eine gute Möglichkeit, gerade unter Coronabedingungen kreative Angebote durchzuführen und die Ergebnisse könnten sich sehen lassen, fasst die Referentin ihre Eindrücke zusammen.

“Es war ein toller Kurs, bei dem wir viel gelacht haben”, berichtet ein Teilnehmender des Präsenzkurses. “Wir sind froh, dass wir Simone Heß für diese Kurse gewinnen konnten, und freuen uns, wenn es eine Fortsetzung im nächsten Jahr gibt”, resümiert Tobias Petry aus dem Dekanat St. Goar die Veranstaltung. So seien bereits Kurse für das Filzen von Ostereiern in der Fastenzeit oder ein Nass-Filzkurs im Sommer in Planung.

2. kreisweite FamilienFreizeit

„Was hat mir die Zeit mit meinen Kindern gut getan.“

Zum zweiten Mal führte der katholische Trägerverbund bestehend aus der Jugendpastoral des Dekanats St. Goar, der Familienpastoral des Dekanats Simmern/Kastellaun und der JugendBegegnungsStätte (JBS) St. Michael im Auftrag des Rhein-Hunsrück-Kreises die kreisweite FamilienFreizeit durch.

Auf Initiative des ehemaligen Landrats Dr. Marlon Bröhr ermöglicht es der Kreis Familien, die ansonsten keine finanziellen Mittel für einen gemeinsamen Urlaub haben, eine Woche eine Auszeit aus ihren alltäglichen Problemen zu nehmen, Zeit für sich und die anderen Familienmitglieder zu haben. Neun Familien nahmen teil, von der alleinerziehenden Mutter mit einem Kind, über eine Mutter mit vier Kindern bis zwei Familien mit jeweils fünf Kindern aus verschiedenen Beziehungen. Die Kinder waren zwischen eineinhalb und 17 Jahren alt.Bewusst wurde hier der Familienbegriff in all´ seinen Facetten angewendet.

Das Leitungsteam, bestehend aus Lisa Lorsbach, Tobias Petry und Hermann Schmitt sowie drei jungen Erwachsenen für die Kinderbetreuung gestaltete die Freizeit so, dass neben dem Ausflugsprogramm auch viel Zeit für die einzelnen Familien blieb, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Alleine schon für eine siebenköpfige Familie eine Woche nicht kochen und einkaufen zu müssen, machte für eine Mutter die Fahrt zu einem Gewinn.

Zum zweiten Mal war die Jugendherberge in Niebüll Gastgeber für über 40 Personen. Nach der Ankunft galt es erstmal die Zimmer zu beziehen und sich umzuschauen, wo man/frau denn überhaupt ist. Erster Höhepunkt der Fahrt war der Sparziergang über den Deich und das Erleben des Wattenmeers. Für die Teilnehmenden eine neue Erfahrung. Auch die Überfahrt zur Insel Amrum am folgenden Tag und der dortige Sparziergang am Kiepstrand beeindruckte. Die Diakonie Niebüll veranstaltet für die Mütter und Väter einen Workshop zum Thema „Ressourcen“. Der Besuch der Boulderhalle FlensBloc ermöglichte es den Kindern und Erwachsenen neue Erfahrungen mit sich an der Kletterwand zu machen. Manche waren völlig überrascht, dass sie es schafften bis zur Decke zu klettern. Der Tagesausflug zum Aquarium auf Sylt mit Rochen und Haien beeindruckte vor allem die Kinder. So nah Fische zu sehen, ist im Alltag nicht möglich. Der letzte Tag der Freizeit stand den Familien zur freien Gestaltung zur Verfügung. Auch Zeiten nur für die Erwachsenen waren möglich, da die Kinderbetreuung zu diesen Zeiten, die Betreuung der Kinder mit Spiel- und Bastelangeboten übernahm.

In den Abendrunden wurde der jeweilige Tag reflektiert und in den Morgenrunden gab das Team den Familien jeweils eine Impulsfrage und ein Symbol mit auf den Weg: Leuchtturm, Tankstelle, Kletterelement. Zum Abschluss bekam jede Familie einen Leuchtturm, der eigentlich ein Pfeffer- bzw. Salzstreuer war geschenkt, um im Alltag einen Erinnerungsanker zu haben und sich die gemachten Erfahrungen zu vergegenwärtigen. Die Familien konnten gestärkt in ihren Alltag zurückkehren und nahmen neue Erfahrungen und Verhaltensweisen mit, die sie umsetzten möchten. „Ich werde das Zusammenleben mit meinem Partner neu ordnen“, sagte eine Mutter von fünf Kindern zum Abschluss.

Die Ausschreibung zur 3. kreisweiten FamilienFreizeit hat der Trägerverbund gewonnen und wird in den Herbstferien 2022 mit anderen Familien aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis nach Tirol fahren.

Erster Messdiener:innen-Erlebnistag im Dekanat St. Goar

„Können wir das bald wiederholen? Dann aber bitte einen ganzen Tag!”, lobt eine Teilnehmerin den ersten Messdienererlebnistag im Dekanat St. Goar, der Ende September an der Bischöflichen Realschule Marienberg in Boppard stattgefunden hat.

Insgesamt 28 Jugendliche aus Boppard und der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein kamen zusammen, um in unterschiedlichen Workshops Teamgeist zu erleben, ihre eigenen Stärken neu kennenzulernen und sich kreativ auszudrücken. So konnten die Jugendlichen mit Günther Kaspari Bogenschießen, in anderen Workshops Brennbilder gestalten, Leinwände besprayen oder durch Upcycling aus Altem Neues entwerfen. Ein besonderes Teamerlebnis waren die biblischen Escape-Rooms, in denen die Teilnehmenden die Hochzeit zu Kanaa retteten bzw. die Isaeliten aus der Hand des Pharaos befreiten, sowie das Meistern des Tower of Power – ein erlebnispädagogisches Spiel, bei dem alle zusammenarbeiten, um die herausfordernde Aufgabe zu meistern. „Das war ein toller Tag. Und das Stockbrot war richtig lecker“, schilder ein Jugendlicher aus Boppard seine Eindrücke. „Die Zeit ist verflogen“, ergänzt eine Messdienerin aus der Pfarreiengemeinschaft Oberwesel.

Durchgeführt wurde der Tag von Haupt- und Ehrenamtlichen der Messdiener-Leiter:innen-Runde im Dekanat St. Goar. „Es ist bemerkenswert wie viele junge Menschen sich als Messdiener:innen in unserem Dekanat ehrenamtlich engagieren“, berichtet Pastoralreferent Tobias Petry. Der Messdiener-Erlebnistag sei als Dankeschön für ihren Einsatz gedacht, der nicht nur während der Pandemie alles andere als selbstverständlich sei. „Ein besonderes Dankeschön gilt außerdem Dietmar Rosenbach, ohne dessen Engagement der Tag so nicht umsetzbar gewesen sei“, so Petry.

Hermann Schmitt, Leiter der JugendBegegnungsStätte St. Michael, resümiert: „Das war eine rundum gelungene Veranstaltung. Und für nächstes Jahr gibt es bereits erste Ideen, die wir umsetzen wollen.“

Messdienerinnen und Messdiener erleben Live-Escape-Game im Kirchenraum

Jugendliche lösen Rätsel um verstummte Glocken

Große Aufregung herrschte in der katholischen Pfarrkirche St. Hildegard in Emmelshausen. Vorübergehend waren die Glocken verstummt, da der Küsterin ein schweres Buch auf den Kopf gefallen war und sie vergessen hatte, wo sich der Schlüssel zum Läuten befindet.

Diese Geschichte bildete die Grundlage des Live-Escape-Rooms für Messdienerinnen und Messdiener, der von engagierten Personen der Messdiener:innen-Leiterrunde des Dekanats St. Goar entwickelt und erprobt wurde. Ein Escape-Room ist ein erlebnisorientiertes Spiel, bei dem Rätsel gelöst, Hinweise gefunden und kombiniert werden müssen, um das Ziel des Spiels zu erreichen.

Dreizehn Jugendliche aus den Pfarreiengemeinschaften Vorderhunsrück und Boppard stellten sich dieser Aufgabe, lösten Rätsel, kombinierten Hinweise, erklommen den Glockenturm, spielten die Orgel und schafften es schließlich, in Teamarbeit die Glocken zum Klingen zu bringen.

 

„Mir hat es richtig viel Spaß gemacht, ich war noch nie im Glockenturm“, fasst eine junge Messdienerin aus Dörth ihre Erlebnisse zusammen. „Am besten hat mir gefallen, dass man selbst auf die Lösung kommen musste und nicht alles googlen konnte“, ergänzt sie ein anderer. „Auch ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir gemeinsam erarbeitet haben“, lobt Carsten Kling, Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Vorderhunsrück, die Zusammenarbeit im Vorbereitungsteam. „Jede und jeder, der an der Entwicklung des Spiels beteiligt war, hat dazu beigetragen, dass dieses Erlebnis etwas Besonderes wird. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Zur Entstehung und Zielsetzung des Spiels berichtet Tobias Petry, Pastoralreferent im Dekanat St. Goar, dass es ursprünglich als digitales Begegnungsangebot für Messdienerinnen und Messdiener in der Pandemie entwickelt und später als Live-Escape-Game ausgebaut wurde. „Es verbindet spielerisch Kirchenraum, Messdiener- und Messdienerinnenarbeit und -gemeinschaft miteinander“, so Petry.

Das Escape-Game kann auf Anfrage im Dekanatsbüro ausgeliehen werden und ist in jedem Kirchenraum spielbar.