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Biblische Erzählfiguren trotzen dem Coronavirus

Stürmische Zeiten

Einen Werk- und Gestaltungskurs für Biblische Erzählfiguren veranstaltete das Dekanat St. Goar in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Rhein-Hunsrück-Nahe am 25./26. September 2020 im Gemeindezentrum St. Michael in Boppard.

Unter der Leitung von Pia Jahn, Kursleiterin für Biblische Erzählfiguren, stellten die Teilnehmenden ihre Figuren her und lernten verschiedene Gestaltungselemente für den Einsatz der Erzählfiguren kennen. „Biblische Figuren sind aufgrund ihres Sisalgestells beweglich und können so verschiedene Körperhaltungen und Gebärden ausdrücken. Sie eröffnen einen ungewöhnlichen Zugang zur Bibel, denn die Erzählfiguren ermöglichen dem Betrachter die Identifikation mit den biblischen Gestalten und ihrer religiösen Aussage“, berichtet Jahn über die Zielsetzung des Werkkurses.

Unter dem Thema „Stürmische Zeiten“ entstanden so beispielsweise Martha (Lk 10,38-42), der Traumdeuter Josef und der Pharao (Gen 37ff.), Zippora, die Frau des Mose (Ex 2,21). Neben klassisch biblischen Figuren wurden auch Heiligenfiguren hergestellt, wie Sankt Martin – mit teilbarem Mantel – oder Hildegard von Bingen. Das Schnittmuster für die Kleidung der Ordensfrau wurde von Katrin Hoffmann, Erzieherin in der katholischen Kita St. Hildegard in Emmelshausen, entwickelt. 

Da sie selbst die Ausbildung zur zertifizierten Kursleiterin anstrebt und bereits im nächsten Jahr Kurse im Vorderhunsrück und Mittelrhein leiten wird, übernahm sie Gestaltungselemente des Kurses. So schaffte sie es, die biblische Geschichte der Stillung des Seesturms (Mk 4,35-41) durch die Gestaltung mit den Erzählfiguren in die heutige Zeit zu übertragen: „Auch wir leben in stürmischen Zeiten. Ein kleines Virus lähmt uns und wirbelt alles durcheinander. Und wir werden hin- und hergeworfen auf den Wellen unseres Alltags“, so Hoffmann.

Trotz dieser „stürmischen Zeiten“, in denen viele Veranstaltungen ausfallen mussten, konnte dieser Kurs unter Einhaltung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen durchgeführt werden und war damit der im Einzugsgebiet der Kursleiterin erste in der Corona-Zeit.

„Ich bin froh, dass nach langer Zeit wieder ein Kurs stattfinden konnte“, resümiert eine Teilnehmerin dankbar. „Endlich konnte ich einen rothaarigen Engel herstellen. Er soll gängige Vorurteile durchbrechen“, ergänzt eine andere zufrieden.

„Die biblischen Erzählfiguren kommen in ganz unterschiedlichen Kontexten zum Einsatz“, weiß der Veranstalter, Pastoralreferent Tobias Petry, zu berichten. „Ob im Kindergarten, in (Kinder-) Gottesdiensten oder als Krippenfiguren, eins ist allen gemeinsam: Sie erzählen von einem Gott, der trotz aller Wellen und Stürme unseres Alltags bei uns ist. Sie machen Mut, darauf zu vertrauen, dass ER uns nicht in Angst und Kummer versinken lässt. Und sie durchbrechen Klischees und Vorurteile. Daher werden die Figuren und deren Herstellerinnen und Hersteller zu Übersetzern, die den Glauben in die heutige Zeit übertragen.“

Väter und Söhne verbrachten einen sehr schönen Tag auf der Lahn

Männersache: Eine Kanu-Tour für Väter und ihre Söhne

Die Jugendpastoral des Dekanats St. Goar und die JugendBegegnungsStätte (JBS) St. Michael veranstalteten in diesem Jahr ihr zweites Paddelangebot für Väter und ihre Söhne. Vier Väter waren mit ihren sieben Söhnen am Start. Gepaddelt wurde von Nassau bis Nievern, also 11 km. Einen Tag mal raus kommen aus den alltäglichen Verpflichtungen, das Handy auslassen und nur für die eigenen Söhne da sein und mit ihnen einen tollen Tag verbringen. Dies ermöglichte diese Veranstaltung, die im Rahmen der Aktivitäten des Arbeitskreises Jungenarbeit im Rhein-Hunsrück-Kreis stattfand. Die Angebotsform erfüllte die Corona Bedingungen, denn in den Booten saß jeweils eine Familie und der Abstand war auf dem Fluss auf jeden Fall gegeben.

Für die Jungs war das Schleusen der Boote eine neue Erfahrung, die beeindruckte, wie auch die Tatsache, dass so viele Paddler*innen auf der Lahn unterwegs waren. Bei sommerlichen Temperaturen konnten die Jungs sowohl bei der Rast als auch am Ende der Tour in die Lahn springen. Bei kühlen Getränken klang der erlebnisreiche Tag im Innenhof der JBS aus.

Für das kommende Jahr planen Tobias Petry vom Dekanat St. Goar und Hermann Schmitt von der JBS neben den Tagestouren auch ein Wochenende mit Übernachtung auf einem Campingplatz für Kerle.

Weitere Informationen sowie die Ausschreibung folgen in Kürze.

Paddeln - Klettern - Radfahren

Sommerferienprogramm 2020

„Hier denk' ich gar nicht an Corona“: Das 15-tägige Sommerferienprogramm der JugendBegegnungsStätte St. Michael und der Jugendpastoral des Dekanats St. Goar hielt spannende Outdoor-Aktivitäten für Jugendliche bereit. Auf dem Programm standen Paddeln, Klettern und Radfahren.

Ein guten Überblick können Sie den folgenden Facebook-Beiträgen entnehmen:

Paddeln von Nassau nach Bad Ems

Paddeln von Fachbach nach Lahnstein

Paddeln von Nassau nach Lahnstein

Klettern am Mittelrhein-Klettersteig

Klettern in den Kirner Dolomiten

Klettern in den Kirner Dolomiten

Klettern am Mittelrhein-Klettersteig

Radfahren und Minigolf in Lahnstein

Radfahren und Besuch der Sommerrodelbahn

Radfahren und Koblenz erkunden

Fotos: Hermann Schmitt

 

Das Erzähltelefon verabschiedet sich

Das Erzähltelefon: 20 Ohren, 10 Einsatzorte, eine Hotline. Vom 13.04 bis zum 31.07 war das Erzähltelefon für alle geschaltet, die Bedarf nach Gespräch und Austausch hatten. Ein 10-köpfiges Team von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Dekanats St. Goar widmete sich in dieser Zeit engagiert mit offenem Ohr und Herzen den Anliegen der Anruferinnen und Anrufer. Entwickelt und begleitet wurde das Projekt von Pastoralreferentin Michaela Mannebach und Pastoralreferent Tobias Petry als besonderes Angebot im Rahmen des Lockdowns. Am 1. August ging das Erzähltelefon nun vom Netz. Die Projektleiter sind sich einig: „Das Projekt war ein Gewinn für beide Seiten – für die Anruferinnen und Anrufer und auch für uns als Team.“ Michaela Mannebach ergänzt: „Wenn ich auf diese besondere Zeit zurückschaue, bin ich sehr dankbar. Ein erster ganz besonderer Dank geht an das Team, an die Frauen und Männer, die zu den „Erzählzeiten“ immer treu zur Stelle waren und auch an die Anruferinnen und Anrufer, die uns in den vergangenen Monaten ihr Vertrauen geschenkt haben. Aber auch allen anderen, die dieses Projekt auf verschiedene Weise unterstützt haben, sage ich im Namen des Dekanats St. Goar ein herzliches Dankeschön. Wir haben miteinander in einer schwierigen Zeit trotz Kontakteinschränkungen ein Stück Weg teilen können- eine wertvolle Erfahrung.“