Weil es auf DICH ankommt:

Jugendpastoral

"Kinder- und Jugendpastoral ist ein wesentlicher Teil der gesamten Pastoral und umfasst grundsätzlich alle pastoralen Felder, die mit, für und durch Kinder und Jugendliche arbeiten." 

Jugendliche auf ihrem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten ist eine wesentliche Aufgabe der Kinder- und Jugendpastoral. 

Im Dekanat St. Goar bieten wir Kindern- und Jugendlichen unterschiedliche Handlungs- und Erfahrungsräume

  • um sich selbst und seine Begabungen zu entdecken und zu entfalten,

  • um Gemeinschaft zu erleben, miteinander ihre Zukunft in Gesellschaft und Kirche mitgestalten können,

  • um unterschiedliche Zugänge zu Glauben und Gott kennenzulernen, eigenen Sinnfragen auf die Spur und über Glaubensfragen ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der konkrete Jugendliche mit seinen Fragen, seinen Themen und seiner Lebenswirklichkeit.
Vom Einzelnen her denkend gestalten wir zusammen mit unseren Kooperationspartnern vielfältige, innovative, zeit- und jugendgemäße Projekte und Aktionen. 


  • Auf der Suche nach dem Mee(h)r

    Eine Woche Sommer, Sonnenschein und Segeln erlebten 13 Jugendliche aus Boppard und Umgebung, die an der „Mission IJsselmeer“ teilgenommen haben. Der Segeltörn für Jugendliche ab 13 Jahren wurde vom Dekanat St. Goar in Kooperation mit der JugendBegegnungsStätte St. Michael und dem Dekanat Andernach-Bassenheim veranstaltet. Auf dem Klipper Tijdgeest, deutsch: Zeitgeist, erlebten die jungen Menschen eine besondere Zeit. Während einige zum ersten Mal längere Zeit von zuhause weg waren, war für die anderen das Segeln eine vollkommen neue Erfahrung: Knotenkunde, Segel setzen, einholen und verpacken. Im gemeinsamen Tun an Board, aber auch beim Kochen füreinander und miteinander sowie beim Erkunden der neuen Orte oder dem Schwimmen im Meer steckten viele gemeinschaftsstiftende Erfahrungen. Ermöglicht wurde die Veranstaltung unter anderem durch Fördermittel von Andere Zeiten e.V. und die Bischof-Stein-Stiftung im Bistum Trier.

    Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv: „Der Segeltörn war eine meiner schönsten Erfahrungen. Das Team und die Teilnehmer waren alle mega cool und es war eine tolle Zeit, die wir miteinander verbringen konnten“, schildert eine Teilnehmerin ihre Eindrücke.

    „Das Segeln hat etwas, das uns erahnen lässt, dass es mehr gibt als das, was wir sehen und greifen können“, berichtet Pastoralreferent Tobias Petry vom Dekanat St. Goar. Dies sei durch die Gemeinschaft und die Gespräche mit den Jugendlichen deutlich spürbar geworden. Den Veranstaltern sei es wichtig gewesen, durch Impulse diesem „mehr“ auf die Spur zu kommen. Besonders beeindruckend sei der Abendgedanke auf Terschelling gewesen, bei dem die Jugendlichen in den Dünen den Sonnenuntergang beobachteten und mit dem Schein des Leuchtturms ihren persönlichen Leuchttürmen nachspürten.

    „Unser Kind war lange nicht mehr so fröhlich und unbeschwert wie nach dieser Woche“, beschreibt eine Mutter den Veranstaltern nach dem Segeltörn ihre Wahrnehmung.

    Dass diese guten und stärkenden Erfahrungen auch im Alltag noch nachwirken, hoffen die Veranstalter.

  • Gemeinschaftliche und selbststärkende Erfahrungen machen

    „Ich fand alles super“, lobte ein 13-Jähriger das Sommerferienprogramm, das in der ersten Ferienwoche vom Dekanat St. Goar und der JugendBegegnungsStätte St. Michael (JBS) veranstaltet wurde. Insgesamt 14 Jugendliche rund um Boppard haben sich der Herausforderung gestellt und eine aufregende Zeit miteinander verbracht.

    Aufregend sei es auch für die Veranstalter gewesen, berichtet Pastoralreferent Tobias Petry vom Dekanat. „Wir hatten einige Hindernisse, die es zu überwinden galt: Ein Fahrzeug fiel durch einen Kabelbrand aus, Betreuungspersonen mussten kurzfristig abspringen und die Wetterlage zwang zu einer Programmänderung.“ Diese Hürden konnten aber überwunden und ein abwechslungsreiches und spannendes Programm für die Jugendlichen geboten werden.

    So startete die Woche mit einem Besuch des Tolli Parks in Mayen, der mit seinen Wasserelementen für Abkühlung sorgte, und jeden wieder Kind sein ließ. Hoch hinaus ging es am Mittwoch, da die Gruppe den Kletterwald Sayn unsicher machte. Im Vorfeld hatten die Veranstalter ein pädagogisches Programm mitgebucht, das durch verschiedene teambildende Elemente die Gruppe zusammenschweißte und auf die Herausforderungen in luftiger Höhe vorbereitete. Viele Jugendliche wuchsen dabei über sich hinaus und motivierten sich gegenseitig. Am Tag darauf konnten sie sich beim AdventureGolf auf der Festung Ehrenbreitstein miteinander messen und das Rheintal bei der Auf- und Abfahrt mit der Seilbahn bewundern. Die Woche schloss mit einer Kanutour, die alles von den jungen Menschen forderte: Gemeinschaftsbewusstsein, Durchhaltevermögen und Teamwork. Die Fahrt endete mit einem Wettrennen, das das scheinbar langsamere Boot für sich entschied.

    „Wie ich die Jugendlichen erlebt habe, hatten sie eine abwechslungsreiche Woche, bei der für jeden was dabei war“, schildert Petra Janssen, die als Bundesfreiwillige an der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral in Bad Kreuznach arbeitet und kurzfristig eingesprungen ist, ihre Eindrücke. „Ich bin dankbar, dass so viele Menschen spontan und kurzfristig bereit waren, unsere Aktion zu unterstützen, sodass wir einigen wieder absagen mussten“, sagt Petry. Da die Maßnahme durch Mittel der Landesferienbetreuung gefördert wurde, die aus dem Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ zur Verfügung stehen, sei die Sommerferienaktion zwar kostenfrei, aber keinesfalls umsonst gewesen, so die Veranstalter. „Die Woche sollte gemeinschaftliche sowie selbststärkende Erfahrungen ermöglichen und Jugendliche miteinander in Kontakt bringen, die sich wenig oder gar nicht kennen. Dieses Ziel haben wir erreicht“, resümiert Petry zufrieden.

  • Großes ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit

    „Thank you very much for this wonderful week!“ Mit diesen Worten bedankte sich ein 17-jähriger Ukrainer bei den Verantwortlichen der Osterferienaktion. Diese richtete sich an junge Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, sowie an Jugendliche rund um Boppard, fand an der Bischöflichen Realschule Marienberg in Boppard (BRSM) statt und wurde in der zweiten Osterferienwoche vom Dekanat St. Goar in Kooperation mit der BRSM durchgeführt. Ermöglicht wurde dies durch zusätzliche Mittel der Landesferienbetreuung, die aus dem Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona" zur Verfügung stehen.

    Vier Tage lang erlebten rund 31 überwiegend ukrainische Jugendliche in verschiedenen Workshops Abwechslung, Sport und Gemeinschaft. Aktive und ehemalige Lehrerinnen und Lehrer der BRSM boten sportliche Aktivitäten, wie Fußball, Tischtennis oder Klettern an der Kletterwand, sowie kreative Workshops, beispielsweise die Herstellung einer Handyhalterung aus Metall, und hauswirtschaftliche Aktionen an und wurden dabei von mehreren Schülerinnen und Schülern unterstützt.

    „Die sprachliche Hürde ist zwar herausfordernd, aber die Ergebnisse können sich sehen lassen“, berichtet einer der Schüler von seinen Erfahrungen im Workshop. „Normalerweise benutze ich mehr Worte, um Arbeitsschritte zu erklären. Doch hier beschränke ich mich auf das Wesentliche“, ergänzt ihn sein Lehrer.

    Organisiert wurde die Woche von Pastoralreferent Tobias Petry vom Dekanat und Dietmar Rosenbach, der an der BRSM angestellt ist. Die Idee entstand spontan. „Uns war es wichtig, ein Angebot zu schaffen, dass es bisher nicht gab, und so den Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, das alle auf unterschiedliche Weise anspricht“, fasst Petry die Zielsetzung der Woche zusammen. „Es freut mich sehr, wenn ich in die lachenden Gesichter sehe und merke, wie gut den jungen Menschen diese Erfahrungen tun“, ergänzt ihn Rosenbach.

    Auch Bürgermeister Jörg Haseneier, Dechant Hermann-Josef Ludwig und Schulleiterin Kerstin Ollmann besuchten die Veranstaltung und gewannen einen Eindruck der Aktion. Ein besonderes Erlebnis sei das Bogenschießen mit Günther Kaspari gewesen, erklären die Veranstalter. Gemäß dem Motto „Jeder Pfeil schießt einen dunklen Gedanken fort“ habe der Workshop vielen ein Lächeln auf‘s Gesicht gezaubert. Dabei sind Portraitaufnahmen entstanden, die den Teilnehmenden am Ende mitgegeben werden konnten und sie auch nach der Woche von den guten Erfahrungen profitieren können, so die Organisatoren weiter.

    Für viele Jugendliche war ein weiteres Highlight der Tagesausflug auf die Sommerrodelbahn. Bei schönstem Wetter wurden die zahlreicheren Stufen zum Loreley-Plateau erklommen. Belohnt wurde die Gruppe mit rasanten Abfahrten auf der Bobbahn. Drei ukrainische Mütter begleiten die Veranstalter und bereicherten den Tag durch Übersetzungen der Rodelregeln. „Wir sind dankbar, dass wir dabei sein und auf diese Weise helfen konnten“, sagte eine der Mütter.

    Dankbarkeit spricht Rosenbach auch der Sparkassenstiftung aus: „Sie ermöglichte, dass wir allen Jugendlichen ein neues Paar Turnschuhe organisieren und ausgegeben konnten!“ Auch Intersport Krumholz und REWE Boppard Otto May unterstützen die Veranstalter durch Sachspenden und Preisnachlässe.

    Die erlebnisreichen Tage wurden mit einem Besuch der Bopparder Sesselbahn und einer anschließenden Wanderung zum Hotel und Golfresort Jakobsberg abgerundet, wo die Gruppe mit erfrischenden Getränken und einem Imbiss willkommen geheißen wurde.

    „Ohne das große ehrenamtliche Engagement zahlreicher Menschen, ob in der Durchführung der verschiedenen Aktionen oder die verborgene Arbeit in der Küche, hätte die Veranstaltung nicht durchgeführt werden können“, dankt der Pastoralreferent allen, die sich in der Woche auf unterschiedlichste Weise eingebracht haben. Es sei nicht selbstverständlich, dass Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrerinnen und Lehrer in den Ferien an die Schule kommen, um für Jugendliche ein buntes Ferienprogramm zu bieten. Einen besonderen Dank richtet er an seinen Kooperationspartner Dietmar Rosenbach, dessen Hingabe und Einsatz im Vorfeld sowie während der Veranstaltung wesentlich zum Gelingen beigetragen haben, so Petry. „Für mich als Mitarbeiter an einer kirchlichen Schule ist es selbstverständlich, sich für andere einzusetzen und zu engagieren. Als Ort von Kirche, der im Sozialraum verwurzelt ist, haben wir die große Chance, unser Potential einzubringen und diese Woche haben wir diese Chance genutzt“, resümiert Rosenbach.

  • „The Pizza was very fine“

    Auf Initiative der Jugendpastoral des Dekanats St. Goar und unter Mitarbeit der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach und der JugendBegegnungsStätte (JBS) St. Michael besuchten 15 ukrainische Kinder und Jugendliche, die zurzeit auf dem Jakobsberger Hof untergebracht sind, die JBS.

    Nachdem online Unterricht, den die Jugendlichen aus der Ukraine erhalten, wurden sie abgeholt und nach dem Veranstaltungsende auch wieder zurück gefahren.

    Sie waren begeistert von den Spielmöglichkeiten im Corona Jugendraum. Die jüngeren Jungs entdeckten die Playstation vier und das Spiel Mindcraft für sich. Einmal im Spielmodus angekommen konnten sie sich mühelos durch die Welt mit ihrer Spielfigur bewegen. Denn die Steuerung der Figuren ist ja in der Ukraine auch nicht anders als in Deutschland. Andere probierten das Dartspiel und das Geburtstagskind spielte mit den Freundinnen Uno, dass sie von den Veranstaltern geschenkt bekam. Aber auch die Außenspielmöglichkeiten wie Streetball und Tischtennis wurden genutzt.

    Beim Zubereiten der Pizza war die Hilfe der Jugendlichen gefragt. Eifrig wurden Paprika und Pilze geschnitten, die Pizzaböden ausgerollt, mit Sauce versehen, belegt und viel Käse betreut. An einer langen Tafel aßen alle gemeinsam. Auch zum Abdecken und Spülen ließen sich die Jugendlichen motivieren.

    Mit einer Abschlussrunde neigte sich ein erfolgreicher Tag dem Ende. Die Verständigung erfolgte auf Englisch. So übersetzten die Älteren für die Jüngeren. (hs/jbs)

Eindrücke aus 2021

  • Erster Messdiener:innen-Erlebnistag im Dekanat St. Goar

    „Können wir das bald wiederholen? Dann aber bitte einen ganzen Tag!”, lobt eine Teilnehmerin den ersten Messdienererlebnistag im Dekanat St. Goar, der Ende September an der Bischöflichen Realschule Marienberg in Boppard stattgefunden hat.

    Insgesamt 28 Jugendliche aus Boppard und der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein kamen zusammen, um in unterschiedlichen Workshops Teamgeist zu erleben, ihre eigenen Stärken neu kennenzulernen und sich kreativ auszudrücken. So konnten die Jugendlichen mit Günther Kaspari Bogenschießen, in anderen Workshops Brennbilder gestalten, Leinwände besprayen oder durch Upcycling aus Altem Neues entwerfen. Ein besonderes Teamerlebnis waren die biblischen Escape-Rooms, in denen die Teilnehmenden die Hochzeit zu Kanaa retteten bzw. die Isaeliten aus der Hand des Pharaos befreiten, sowie das Meistern des Tower of Power – ein erlebnispädagogisches Spiel, bei dem alle zusammenarbeiten, um die herausfordernde Aufgabe zu meistern. „Das war ein toller Tag. Und das Stockbrot war richtig lecker“, schilder ein Jugendlicher aus Boppard seine Eindrücke. „Die Zeit ist verflogen“, ergänzt eine Messdienerin aus der Pfarreiengemeinschaft Oberwesel.

    Durchgeführt wurde der Tag von Haupt- und Ehrenamtlichen der Messdiener-Leiter:innen-Runde im Dekanat St. Goar. „Es ist bemerkenswert wie viele junge Menschen sich als Messdiener:innen in unserem Dekanat ehrenamtlich engagieren“, berichtet Pastoralreferent Tobias Petry. Der Messdiener-Erlebnistag sei als Dankeschön für ihren Einsatz gedacht, der nicht nur während der Pandemie alles andere als selbstverständlich sei. „Ein besonderes Dankeschön gilt außerdem Dietmar Rosenbach, ohne dessen Engagement der Tag so nicht umsetzbar gewesen sei“, so Petry.

    Hermann Schmitt, Leiter der JugendBegegnungsStätte St. Michael, resümiert: „Das war eine rundum gelungene Veranstaltung. Und für nächstes Jahr gibt es bereits erste Ideen, die wir umsetzen wollen.“

  • Jugendliche lösen Rätsel um verstummte Glocken

    Große Aufregung herrschte in der katholischen Pfarrkirche St. Hildegard in Emmelshausen. Vorübergehend waren die Glocken verstummt, da der Küsterin ein schweres Buch auf den Kopf gefallen war und sie vergessen hatte, wo sich der Schlüssel zum Läuten befindet.

    Diese Geschichte bildete die Grundlage des Live-Escape-Rooms für Messdienerinnen und Messdiener, der von engagierten Personen der Messdiener:innen-Leiterrunde des Dekanats St. Goar entwickelt und erprobt wurde. Ein Escape-Room ist ein erlebnisorientiertes Spiel, bei dem Rätsel gelöst, Hinweise gefunden und kombiniert werden müssen, um das Ziel des Spiels zu erreichen.

    Dreizehn Jugendliche aus den Pfarreiengemeinschaften Vorderhunsrück und Boppard stellten sich dieser Aufgabe, lösten Rätsel, kombinierten Hinweise, erklommen den Glockenturm, spielten die Orgel und schafften es schließlich, in Teamarbeit die Glocken zum Klingen zu bringen.

     

    „Mir hat es richtig viel Spaß gemacht, ich war noch nie im Glockenturm“, fasst eine junge Messdienerin aus Dörth ihre Erlebnisse zusammen. „Am besten hat mir gefallen, dass man selbst auf die Lösung kommen musste und nicht alles googlen konnte“, ergänzt sie ein anderer. „Auch ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir gemeinsam erarbeitet haben“, lobt Carsten Kling, Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Vorderhunsrück, die Zusammenarbeit im Vorbereitungsteam. „Jede und jeder, der an der Entwicklung des Spiels beteiligt war, hat dazu beigetragen, dass dieses Erlebnis etwas Besonderes wird. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand“, fügt er schmunzelnd hinzu.

    Zur Entstehung und Zielsetzung des Spiels berichtet Tobias Petry, Pastoralreferent im Dekanat St. Goar, dass es ursprünglich als digitales Begegnungsangebot für Messdienerinnen und Messdiener in der Pandemie entwickelt und später als Live-Escape-Game ausgebaut wurde. „Es verbindet spielerisch Kirchenraum, Messdiener- und Messdienerinnenarbeit und -gemeinschaft miteinander“, so Petry.

    Das Escape-Game kann auf Anfrage im Dekanatsbüro ausgeliehen werden und ist in jedem Kirchenraum spielbar.

  • „Hat das nochmal richtig Laune gemacht.“

    Bei warmem Wetter und warmem Wasser war auch das Kentern kein Problem. Wer sich zu zweit mit zwei Paddeln am Ufer zu heftig wegstößt kann schnell das Gleichgewicht verlieren. So hatte die Gruppe, bestehend aus sechs Kanadiern und 14 Menschen, in Nievern an der Lahn kaum abgelegt, da schwammen schon die ersten beiden Teilnehmerinnen im Wasser. Dank der Hilfe des Kanuverleihers in Fachbach, konnte das Boot aus dem Wasser gezogen und entleert werden. Kleidung auswringen und dann ging es weiter zur ersten Schleuse. Danach erwischte es das zweite Boot. Zuviel Grün am Ufer dem man(n) ausweichen wollte und so den Schwerpunkt auf eine Seite verlagerte, führte zum Umkippen des zweiten Boots. Aber auch hier kein Problem und kein Abbruch der Stimmung. Bis zum Ziel im Lahnsteiner Hafen verlief die Fahrt problemlos bis auf ein paar Wasserschlachten, die für mehr Tiefgang der Boote sorgten. Kurz vor dem Anlegen gaben drei Jungs nochmal alles und siehe da auch sie standen auf einmal im Wasser und konnten ihr Boots an Land ziehen. Danach noch ein bisschen Schwimmen in der Lahn, sich abtrocknen, einen Ort zum Umziehen finden, in die trockenen Wechselklamotten hüpfen und die Boote verladen sowie abschließend in die beiden VW-Busse einsteigen und zurück nach Boppard fahren. Der VW-Bus der JugendBegegnungsStätte (JBS) St. Michael erreichte pünktlich den Innenhof der JBS. Jedoch blieb der VW-Bus der Pfarrei St. Severus auf der Rückfahrt schon in Lahnstein wegen eines Motorschadens liegen und verabschiedete sich nach über 20 Jahren final von der Teilnahme am Straßenverkehr. Auf dem Innenhof wurde zum Abschluss noch Basket- und Fußball gespielt. Die zufriedenen Teilnehmer*innen gingen entweder alleine nach Hause oder wurden abgeholt. Tobias Petry, der die Jugendpastoral des Dekanats St. Goar leitet und Hermann Schmitt, der in der JBS St. Michael arbeitet, blickten zufrieden auf den erfolgreichen Tag zurück. [JBS]

  • Hühner, Raffinesse, Gefängnis: Junge Erwachsene qualifizieren sich zum Gruppenleiten

    Hühner, Raffinesse, Gefängnis - Mit diesen Schlagworten lässt sich der Gruppenleiter:innen-Grundkurs zusammenfassen, den die Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach und das Dekanat St. Goar veranstalteten.

    Unter Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen konnte der Kurs erstmals wieder in Präsenz stattfinden. Die dreizehn jungen Erwachsenen erarbeiten sich am Wochenende in der Jugendherberge Bad Kreuznach Grundlagen für’s Gruppenleiten, beispielsweise verschiedene Gruppenphasen und Leitungsstile, Kennzeichen der Lebenswelten und Altersstufen von Kindern und Jugendlichen sowie Merkmale und Anforderungen eines/einer Gruppenleitenden.

    Daneben lernten die Teilnehmenden diverse Spiele und Methoden kennen, die sie in Gruppen einsetzen können. “Besonders angetan hat den Jugendlichen das Warm Up mit dem Huhn Karlchen”, weiß Sophie Weyand von der Fachstelle zu berichten.

    Eine besondere Herausforderung stellten die Aktionsgruppen dar. In kleinen Leitungsteams entwickelten die Jugendlichen Gruppenstunden, die sie exemplarisch mit der Gesamtgruppe erprobten. So konnten sie erste Leitungserfahrungen sammeln und direkt Feedback von der Gruppe und den Veranstaltern erhalten. “Besonders begeistert hat mich, mit wie viel Raffinesse die jungen Erwachsenen die Ihnen gestellten Aufgaben gemeistert haben”, stellt Susanne Mülhausen, pädagogische Referentin an der Fachstelle, heraus.

    Ein besonders Tool in der Arbeit mit Gruppen erlebten die angehenden Gruppenleiter:innen am eigenen Leib, indem sie einen Live-Escape-Room gemeinsam lösten. Als Team schafften sie es, Johannes den Täufer aus dem Gefängnis zu befreien und ihn so vor der Enthauptung zu bewahren.

    “Ich war gespannt, was mich am Wochenende erwartet, und hatte eigentlich wenig Lust. Doch heute wünschte ich mir, es könnte noch ein paar Tage weitergehen”, fasst eine Jugendliche ihre Eindrücke zusammen. “Besonders für die Aktionsgruppen bin ich sehr froh, da ich so erste Erfahrungen im Umgang mit Gruppen sammeln konnte”, ergänzt ein anderer.

    Gerade in der Nachpandemiezeit sei es wichtig, dass Kinder und Jugendliche Möglichkeiten erhalten, ihre sozialen Beziehungen zu knüpfen und zu vertiefen, so Tobias Petry, Pastoralreferent im Dekanat St. Goar. “Ich bin dankbar für so viele engagierte und motivierte junge Menschen, die Kinder und Jugendliche fördern wollen, indem sie sich als Gruppenleiter:innen ausbilden lassen und Verantwortung für andere übernehmen”, resümiert Petry.

  • Erfahrungen, die nicht nur auf dem Wasser tragen

    Unbekannte Klänge durchdringen das Lahntal: Dem Singen einer Säge und dem Hämmern eines Hammers folgen Gelächter und Beifall junger Menschen. Diese Eindrücke konnte man gewinnen, wenn man am 12. Juni beim Jugenderlebnistag dabei war, den das Dekanat St. Goar, die JugendBegegnungsStätte St. Michael (JBS) und die Pfarreiengemeinschaft (PG) Vorderhunsrück mit Unterstützung der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach durchgeführt haben.

    18 Jugendliche, darunter zahlreiche Firmbewerberinnen und Firmbewerber der PG Vorderhunsrück, ließen sich auf die Herausforderung ein, etwas für sie vollkommen Neues auszuprobieren, nämlich ein Floß zu bauen und auf dessen Schwimmtauglichkeit zu testen. In Kleingruppen sponnen sie Ideen, wie ein tragfähiges Konstrukt aussehen könne, organisierten sich ihr Material im Baumarkt, und setzen ihre Pläne um.

    Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. So viel Ideenreichtum in die Entwicklung gesteckt wurde, so vielfältig waren die Floße: von der auf Luftreifen schwimmenden Europalette mit Anhängerkupplung und Entenanhänger bis hin zur Abflussrohr-Gießkannen-Konstruktion waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die einen setzten auf Mörtelkisten, die anderen auf Plastiksäcke. Doch egal, welche Idee umgesetzt wurde: Sie alle stellten ihre Praxistauglichkeit unter Beweis, denn sie trugen mindestens eine, teilweise sogar bis zu vier Personen. “Ich hatte zwischenzeitlich nicht daran geglaubt, dass unser Floß tatsächlich schwimmt. Umso begeisterter war ich, dass es die ganze Kleingruppe trägt”, berichtet ein Jugendlicher aus Kratzenburg. Allen Gruppen gemeinsam war jedenfall eins: Sie hatten viel Freude beim Konstruieren, Bauen, Erproben und Toben im Wasser.

    Nicht nur für die Jugendlichen sei es eine vollkommen neue Erfahrung gewesen, sondern auch für die Veranstalter, sagt Hermann Schmitt, Leiter der JBS. Die Rückmeldung der Jugendlichen jedoch zeige, dass es sich lohnt, immer wieder Neues auszuprobieren. “Besonders gut hat mir gefallen, wie wir als Gruppe gearbeitet haben. Nur so konnten wir gemeinsam etwas erreichen”, fasst ein junger Bopparder seine Eindrücke zusammen.

    Das Erleben von Gemeinschaft nach langer Zeit der pandemiebedingten Isolation, das Zutrauen in eigene Leistungen und Talente sowie das Erkennen, dass jede und jeder Einzelne eine Bereicherung für unsere Gesellschaft darstellt, seien dabei wichtige Grundbausteine der Veranstaltung, resümiert Pastoralreferent Tobias Petry. “Erfahrungen zu ermöglichen, die einen nicht nur auf dem Wasser, sondern auch im Alltag tragen: Das ist unser Anliegen als kirchliche Jugendarbeit in der heutigen Zeit“, so Petry.

  • Eine konstruierte Wirklichkeit, die keinen Raum für Zweifel lässt

    Illegale Abfallentsorgung gibt es bekanntlich zuhauf. Doch dass genau diese durch das Militär verursacht wird und für die Blaufärbung des Wassers sorgt, ist nur den wenigsten bekannt; ebenso wie die Vertuschung von außerirdischem Leben, das die Weltherrschaft an sich reißen will. All diese „Wahrheiten“ sind wissenschaftlich nicht belegt, sondern Ergebnis des ersten Teils der Veranstaltungsreihe „Fake Facts“.

    Veranstaltet wurde das Aktionsspiel, an dem sich am 4. Juni Jugendliche und junge Erwachsene mit Verschwörungserzählungen spielerisch auseinandersetzen, von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Kooperation mit der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Bad Kreuznach, dem Dekanat Sankt Goar sowie dem Adolf-Bender-Zentrum für Demokratie und Menschenrechte in St. Wendel.

    Neben den Verschwörungserzählerinnen und -erzählern, die ihre (in diesem Fall erfundenen) Wahrheiten überzeugend darlegten, gab es auch eine Gruppe der Bedenkerinnen und Bedenker, die immer wieder Licht ins Dunkel der Verschwörungen zu bringen versuchten.

    „Ich glaube, ich habe jetzt den verrücktesten Suchverlauf aller Zeiten auf meinem Handy“, berichtet eine Teilnehmerin aus dieser Gruppe. Ihr Teampartner ergänzt, es sei nervenaufreibend gewesen und er hätte den Druck verspürt, alle Unwahrheiten entlarven und widerlegen zu müssen. „Für uns war es deutlich einfacher“, resümiert eine Verschwörungs-Erzählerin. „Die eigene Welt wird so zurechtgebaut, dass es keine Zweifel an der Richtigkeit unserer Aussagen gibt. Es gibt immer eine Sicherheitstür.“

    Wie man diesen Verschwörungserzählungen begegnen und was jede und jeder Einzelne dagegen tun kann, soll in einem zweiten Veranstaltungsteil beleuchtet werden. Der Online-Vortrag findet am 17. Juni, ab 18 Uhr statt. Michael Groß, Referent am Adolf-Bender-Zentrum, wird über die gesammelten Erfahrungen aus dem Aktionsspiel hinaus aufzeigen, wie Verschwörungserzählungen aufgebaut sind und warum Menschen Verschwörungserzählungen glauben. Eine Teilnahme ist möglich, auch wenn man am Aktionsspiel nicht teilgenommen hat.

  • Noch lange von positiven Erfahrungen zehren

    „Das hat richtig Spaß gemacht!“, lobt ein Jugendlicher, der beim Pfingstferienprogramm der JugendBegegnungsStätte St. Michael (JBS) und dem Arbeitsbereich Jugendpastoral des Dekanats St. Goar vom 31. Mai bis 02. Juni teilgenommen hat.

    Die Veranstalter organisierten kurzfristig drei erlebnisreiche Tage für Jugendliche, da die Kreisjugendfreizeit, die zeitgleich hätte stattfinden sollen, in den Sommer verlegt werden musste. „Was auf der einen Seite schade ist, lässt auf der anderen Seite Raum für neue Angebote“, so Hermann Schmitt, Leiter der JBS.

    Bei schönstem Wetter paddelten die Teilnehmenden montags und mittwochs auf der Lahn. Dabei wurde eine Gesamtstrecke von Nassau bis Lahnstein zurückgelegt. Neben Schleusen, Schwänen und Wasserfontänen erlebten die Jugendlichen Zusammenhalt und ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten neu kennen. „Ich fand es richtig cool, als wir unsere Kanus zusammengebracht haben und als ein Team zusammen gepaddelt haben“, berichtet ein Jugendlicher von seinen Erfahrungen. „Und ich bin froh, dass ich heute dabei sein konnte. Das hat mir einfach gut getan“, ergänzt eine andere.

    Dienstags stand ein weiteres sportliches Ereignis auf dem Programm: Von Boppard aus wurde zur Loreley geradelt. Besonders herausfordernd war dabei der starke Gegenwind, der den Teilnehmenden alles abverlangte. Nach der Überfahrt mit der Autofähre und dem Erklimmen des Treppenwegs mit seinen ca. 400 Stufen wurden die Jugendlichen mit einem atemberaubenden Ausblick auf das Mittelrheintal belohnt. Leider konnte die angesteuerte Sommerrodelbahn nicht genutzt werden, da diese aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen erst einen Tag später geöffnet werden konnte. „Ich bin erstaunt, wie schnell der Tag vergangen ist. Aber wir haben uns auch sehr gut unterhalten. Das ist im Moment nicht so oft möglich“, blickt ein Teilnehmender zurück.

    Das Pfingstferienprogramm war aufgrund der 21. CoBeLVO möglich, wonach Angebote der Jugendarbeit unter Einhaltung des Hygienekonzepts grundsätzlich möglich sind. Den Veranstaltern sei es wichtig, auch in schwierigeren Zeiten für die Jugendlichen da zu sein und Räume zu schaffen, in denen sie sich entfalten können, so Tobias Petry, Pastoralreferent im Dekanat St. Goar, zur Zielsetzung der Tage. „Mit unserem Angebot haben wir einen solchen Raum geschaffen, in dem Jugendliche gefordert, aber auch gefördert werden und Gemeinschaft erfahren – selbst unter Corona-Bedingungen. Und von diesen Erfahrungen können sie noch lange zehren.“